Sep
29
2006
…nicht, dass ich in diesem Zusammenhang mir selbst oder irgendjemand sonst durch mehrtägiges Schweigen etwas beweisen müsste. Ist nur so, dass mein daytime job derzeit gerne auch in die Nacht hinein geht (übrigens gerne einhergehend mit der Erkenntnis, dass die nachts mit PowerPoint 2004 zusammengestoppelte Präsentation am nächsten Tag mit PowerPoint 97 nicht wirklich darstellbar ist), und dass ich ganz froh bin, darüber hinaus nicht auf leuchtende Flächen von der Größe 1280×1024 oder so starren zu müssen.
Wird aber auch wieder anders. Ich sehe schon Licht am Ende des Tunnels. Oder sind es die Spitzenlichter des entgegenkomenden Zuges?
Sep
24
2006
Die Geier von El Reg, vertreten durch den Anthropologen und Psycho-Geier Dr. Stephen Juan, helfen bei der Antwort auf die Frage: Bin ich Internet-süchtig?
Sep
24
2006
Berechtigte Freude herrscht zum Beispiel hier über die Absicht der schleswig-holsteinischen Landesregierung, der geplanten Rundfunkgebühr für PCs (und leider auch Macs) vorläufig nicht zuzustimmen, u.a. mit der Begründung, dass die ö/r und die kommerziellen Fernsehprogramme nicht in Gänze über das Netz empfangbar seien, dass also kassiert, aber nicht geliefert werden solle.
Das leuchtet ein. Interessieren würde mich aber - und das wird in dieser Diskussion doch selten erwähnt -, wieviele PCs (und Macs) von dem Vorhaben überhaupt betroffen sind. Nach den bisherigen Äußerungen sollen nur diejenigen zahlen müssen, die nicht schon ein “anderes” Empfangsgerät, sprich ein Radio oder einen Fernseher besitzen (und dafür ohnehin bezahlen - oder zumindest bezahlen sollten). Schlagt mich, aber auch im Zeitalter der Haushalte ohne Festnetzanschluß und des gezielten Fernsehverzichts können das soviele Privathaushalte gar nicht sein.
Bleiben die PCs in Betrieben, die bisher keine Rundfunkgebühr zahlen (oder zumindest, s.o. keine schuldig sind). Das sind die Beriebe, die keine Autoradios in ihren Dienst- oder überwiegend dienstlich genutzten Autos haben oder in denen kein Radio die Arbeitswelt von neun bis fünf zudududelt versüßt. Alle anderen bezahlen schon Gebühren (oder - ja doch - sollten es tun) und sind damit von der neuen Gebühr nicht betroffen.
Kann es sein, dass da jemand meint, eine neue Geldquelle aufgetan zu haben, die dann eher spärlich fließt?
Har, har.
Sep
24
2006
Lebenserfahrung und jahrelanges Durchgucken von Logfiles bzw. Spamordnern haben gezeigt, dass es vor allem Waren und Dienstleistungen des, sagen wir: privaten Gebrauchs sowie von zweifelhafter Legalität sind, die gerne bespammt werden. Kein Mensch käme auf die Idee, zum Beispiel rechtsdrehenden Fruchtjoghurt per Spam zu bewerben. Nein, es sind die Dinge, die man gerne in der Anonymität des Netzes bestellt oder betreibt, die sich so am erfolgreichsten verkaufen.
Penispumpen? Viagra? Online-Casinos? Die Vermögen von leider in Nigeria verstorbenen Menschen abzocken? Dazu steht keiner in der Öffentlichkeit, zu rechtsdrehendem Fruchtjoghurt dagegen schon. (Obwohl…)
Jedenfalls bis jetzt. Heute fand ich im Spamschleppnetz der Maschine unter der Haube von bluelectric.de zum ersten Mal mehrere Versuche, Laminatfußböden per Spam zu verkaufen. Und das in die Reihe der oben erwähnten Dienstleistungen und Produkte einzuordnen, wird etwas Mühe kosten.
Sep
24
2006
Seufz. Da erhalte ich gerade von Mario Sixtus eine Mail folgenden Inhalts:
Liebe Freunde, Kollegen, Landsleute,
wer es noch nicht wusste, weiß es jetzt: Seit ein paar Tagen ist der
Elektrische Reporter online, der künftig wöchentlich aktualisierte
Video-Podcast, den Meinereiner im Auftrag von Handelsblatt.com produziert:
http://www.elektrischer-reporter.de
Wer es bereits wusste, weiß es nun doppelt und darf die Hälte dieses Wissens
an einen Zeitgenossen seiner Wahl weitergeben =8-)…
Nun habe ich derlei Aktivitäten schon in den letzten Tagen aus den (gehetzten) Augenwinkeln beobachtet, mich aber immer gewundert. was ein “elektrischer Roboter” sei, und ob es denn auch andere gäbe.
Wird Zeit, mal wieder die Brille zu putzen.
Sep
22
2006
Schade, dass es Verschwiegenheitsklauseln, NDAs (Non Disclosure Agreements) und auch so etwas wie die gute alte Diskretion gibt. Sonst hätte ich jetzt was zu erzählen über die vergangene Woche, über Helden der Arbeit, unermüdliche Arbeitspferde, produktive Krisensitzungen im Abendlicht auf der Feuerleiter, Spontankonferenzen, systemgestützte und handgemachte Zusammenarbeit und so weiter.
Es war eine der aufregenderen Wochen der letzten zwei Jahre, und selten hat sich ein Freitagabend aus beruflicher Sicht so gut angefühlt wie dieser. Danke an alle Beteiligten!
Und jetzt spielt iTunes Roxy Music, neben mir steht eine halbleere Flasche Jever Lime (ja, ich gestehe: ich trinke Alkopops!), und ich experimentiere ein wenig mit Rapidweaver herum und überlege mir, ob es Sinn hat, eine (noch zu erstellende) Rapidweaver-Seite mit MovableType zu verheiraten und der Veranstaltung in dieser Ecke des Netzes ein wenig mehr Pep zu geben.
OK. Mit interessanteren Texten sollte das vielleicht auch möglich sein.
Sep
20
2006
Aus den Nachrichtensendungen verschwindet der Professor vom Heiligen Stuhl langsam wieder, da kommt aus Minnesota, wo es angenehm kühl ist und die Menschen deshalb intelligenter werden, ungebetener Rat von Salon-Autor Garrison Keillor. Und auch wenn ich nicht in jedem Punkt mit ihm übereinstimme,finde ich ihn (den Rat, nicht den Autoren) schon sehr schön formuliert:
If you’re the Holy Pontiff, you should watch what you say, with the infallibility factor and all. You toss out an idea and suddenly people are on their knees repeating word for word what you said. You’d think the pope would have some peeps to tell him this. He can’t just put on a pair of Ray-Bans and toss back an appletini and shoot the breeze as if he were Joe Blow from Kokomo.
“Pontiff” finde ich übrigens auch ein sehr schönes Wort. Es stammt aber nicht von Keillor, sondern ist allgemeines Sprachgut da drüben in den US of A.
Sep
19
2006
Soll bitte keiner glauben (auch hiernach nicht), mir ginge der relative Wahlerfolg einer gewissen rechtsradikalen Partei am Gesäß vorbei. Tut es nicht. Aber ein paar Gedanken zu dem Themenkreis habe ich schon, die sich von der veröffentlichten mainstream-Meinung der letzten Wochen im einen oder anderen Punkt unterscheiden.
So halte ich es für reichlich kontraproduktiv, wenn Politiker von Ringstorff bis Merkel und zurück vor der Wahl davor warnen, der N-Partei Stimmen zu geben. Stimmen für radikale Parteien sind überwiegend Proteststimmen; und was bezwecken Protestwähler? Richtig - es den Etablierten mal so richtig zu zeigen. Ergebnis der regierungsamtlichen Warnreden: noch mehr Stimmen für die Extremen, hier die N-Partei.
Ich halte es auch für wenig zielführend (ich kenne aber lustige Wörter, gelle?), wie der ARD-Interviewer vom Dienst es am Wahlabend tat, den etablierten Parteivertretern die üblichen Langweilerfragen (”Woran hat’s denn gelegen?” etc.) zu stellen, beim N-Kandidaten aber die ganz große Keule herauszuholen: “Darf ich Sie als Neonazi bezeichnen?” und dann mit Wahlkampfzitaten zu konfrontieren - und seien sie noch so widerlich. Nochmal: Bei der Wählerschaft der Partei wird durch solche Fragen nur noch mehr Solidarität mit dem Kandidaten und seinen Gesinnungsgenossen erzeugt; und für den großen Rest, für uns alle ist die Erkenntnis, dass N-Politiker Alt- oder Neonazis sind, nicht sonderlich neu. Höchstens der Unterhaltungswert eines solchen Gespräches wäre noch zu kalkulieren - aber ich will mich im Zusammenhang mit Nazis nicht amüsieren, auch nicht darüber, wie sie vorgeführt werden.
Und schließlich: Ja, es ist widerlich, dass Nazis in deutschen Regionalparlamenten sitzen und Steuergelder dafür bekommen. Ja, es ist lästig für das jeweilige Landtagspräsidium und die Abgeordneten der andere Parteien, sich die nächsten Jahre mit Undemokraten und ihren oft wirren Ideen und Aktionen herumschlagen zu müssen. Aber letztendlich haben sich die Rechten noch immer selbst demontiert, mal schneller, mal weniger schnell. Und das zu beobachten ist auch wieder tröstlich.
Sep
18
2006
Wenn ihr Yahoos mich und meinen zuverlässigen Lieblingsbrowser nicht mit eurem neuen Webmail-Interface spielen lassen wollt, dann lasst es eben. Web 2.0 ist nicht so wichtig, dass man dafür durch jeden Reifen hüpfen würde (selbst wenn der Lieblingsbrowser die Möglichkeit bietet, so zu tun als ob).
Soweit kommts noch.
Sep
18
2006
Mit einem lachenden (aus offensichtlichen Gründen) und einem weinenden (weil man damals von der einen oder anderen Idee doch zumindest beeindruckt war, auch wenn man das heute nie mehr zugeben würde) Auge blickt der Altsurfer (seit 1994 im WWW unterwegs) zurück auf die 25 schlechtesten Web Sites aller Zeiten, zusammengetragen von PCWorld. Von einer Flirtseite für Knackis bis zur Seite des Herstellers künstlicher Hundehoden ist alles dabei. Groovy.