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    Veröffentlicht am
    12. September 2006

    Von Konstantin Klein

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    Deutsche Strafverfolgungsbehörden haben zehn Server des Anonymisierungsnetzwerks TOR beschlagnahmt, berichten die Geier von El Reg. Das ist schlecht, denn jeder sollte das Recht haben, im Netz unterwegs zu sein, ohne Spuren zu hinterlassen. Dem Bericht eines nicht direkt Betroffenen, der seinen TOR-Server aber trotzdem nach dem Zugriff der Polizei abgeschaltet hat, zufolge geschah die Sache in Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Kinderpornografen. Das ist gut, denn Kinderpornografen sollten ihr Unwesen ohnehin nicht treiben, sich aber schon gar nicht hinter Anonymisierern verstecken können.

    Und da wird es zweideutig. Einerseits gut, andererseits schlecht. EInerseits pro TOR, andererseits contra Drecksäue. Nicht einfach. Sozusagen schwierig zu entscheiden. Geht es wirklich um Kinderpornografie? Geht es darum, TOR aus anderen Gründen (war on terror, anyone?) zum Schweigen zu bringen - wie die beginnende Diskussion hier andeutet? Oder haben da ein paar übereifrige Staatsanwälte erstmal grundlegend keine Ahnung und kompensieren das mit Aktionismus?

    Nicht einfach, eben.

    Dieser Eintrag wurde am 12. September 2006 um 16:49 veröffentlicht und unter Net Life abgelegt. Sie können der Diskussion unter RSS 2.0 folgen. Trackbacks sind zur Zeit nicht erlaubt.
  • Ein Kommentar

    Lesen, was andere zu sagen hatten.

    1. Anon-Server beschlagnahmt: ULD legt Beschwerde ein

      In Deutschland wurden in den letzten Wochen mehrere Anonymisierungsserver beschlagnahmt, die dem tor- oder AN.ON-Netz zugehörig waren. Betroffen sind unter anderem auch Server des CCC und des ULD.

      In einer Pressemitteilung wendet sich das ULD nun an

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