Archiv für Oktober 2006

Okt 31 2006

Hello Wien!

Abgelegt von Konstantin Klein um 08:01 unter Tech Nation

Halloween-Fans wissen es: Jack-O-Lantern ist die Bezeichnung für den ausgehöhlten Kürbis mit Gruselgesicht und Kerzenbeleuchtung. Mac-O-Lantern dagegen… selber kucken. (via Slashdot, wenig überraschenerweise)

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Okt 31 2006

FON Nazareth

Abgelegt von Konstantin Klein um 07:46 unter Net Life

OK, die Überschrift gewinnt den heutigen Großen Preis für unverständliche Anspielungen. Aber darum geht es jetzt gar nicht.

Schreibt mich doch gestern einer an und teilt mir mit, dass er sich jetzt bei FON angemeldet hat.

FON ist weltweit die größte WiFi (WLAN) Community. Unsere Mitglieder teilen ihren kabellosen Internetzugang zuhause und können dafür gratis über alle FON Access Points kabellos surfen, weltweit.

Community ist ja nun schon mal sehr gut aus der Sicht des idealistischen Netzbürgers, also habe ich mir die Sache, auch unter dem Aspekt anderer drahtloser Alternativen zum DSL-Anschluss zum Netz etwas näher angeguckt. Interessant ist FON in mehrerlei Hinsicht:

  • Es macht eine an sich illegale Tätigkeit (das Mitbenutzen wildfremder WLANs) dadurch legal, dass der Inhaber des WLANs seine Zustimmung zur Mitbenutzung öffentlich machen - über die FON-Seiten nämlich.
  • Es demokratisiert den schnellen Zugang zum Netz - wenn wir “demokratisieren” mal ganz locker auslegen als “wir verschaffen denen High-Speed-Zugang, die sich einen ausgewachsenen DSL-Anschluss nicht leisten können. Oder wollen.”
  • Es nutzt die Breitbandanschlüsse, die von anderen Anbietern, den üblichen Verdächtigen T-Online, Arcor, Versatel & Co. nämlich, zur Verfügung gestellt werden, braucht so also keine eigene Breitband-Infrastruktur - und bringt die Kalkulationen dieser anderen Anbieter durcheinander, weil plötzlich erheblicher zusätzlicher Traffic pro Anschluß entstehen kann, ohne dass dieser auch zusätzlich bezahlt wird.

Und mit dem letzten Punkt wird die Sache interessant: Manche Anbieter, wie der meines oben erwähnten Mailschreibers, erlauben die Nutzung des Anschlusses durch mehrere Rechner, andere, wie meiner beispielsweise, erlauben das eher nicht. Ist nun mit den “mehreren Rechnern” eine Beschränkung auf eine Wohnung/einen Haushalt impliziert, oder können sich diese Rechner auch auf viele Wohnungen in einem ganzen Häuserblock (ich weiß nicht, wie weit der FON-Router trägt) erstrecken? Und ist es wirklich klug, den eigenen DSl-Anbieter zu fragen, wie er das gemeint hat, und ihn so darauf zu bringen, dass man die DSL-Kosten wieder hereinholen und womöglich noch ein paar Cent mit der Leitung verdienen will?

Ich verkneife mir FON. Nicht, weil mir mein Anbieter das explizit verbietet (doch, natürlich deswegen, und nur deswegen), sondern weil ein FON-Router in meiner kuscheligen Ecke von Prenzlauer Berg nur die eigene Wohnung plus ein paar Büros in der Nachbarschaft versorgen würde. Und die sollen selbst sehen, wie sie ins Netz kommen haben schon DSL.

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Okt 31 2006

Akue. d. T.

Abgelegt von Konstantin Klein um 06:31 unter Reality Check

Abkürzung des Tages: IANAL.

Kurzes Nachdenken, dann die Auflösung: I am not a lawyer. Gefunden in einer auch sonst lesenswerten Analyse des EULA für Windows Vista.

Ja, EULA. Das ist dann die Abkürzung des morgigen Tages.

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Okt 30 2006

Dreck back

Abgelegt von Konstantin Klein um 07:06 unter Inside the Beast, Service Point

Kurze Frage an all die MovableType-Nutzer da draußen (wo ich doch eigentlich nur einen einzigen kenne): Zerhaut es mir eigentlinx die MT-Installation, wenn ich die Datei, die das Trackback-Modul enthält, einfach umbenenne?

Hintergrund: Seit Tagen müllt mir irgendso ein Idiot den Server mit Trackback-Versuchen voll. Die Trackback-Funktion ist abgeschaltet, die Versuche sind also sinnlos. Ich würde dem Script dieses Herrn aber gerne ein paar Fehlermeldungen um die Ohren hauen (u.a. auch deshalb, weil ich dann leichter aus den Logfiles ersehe, wieviele Versuche dieser Mensch tatsächlich gestartet hat).

Und dann ist irgendwann mal ein kleiner Eintrag in die .htaccess fällig, ist es nicht?

Update: Nein, es zerhaut die Installation nicht, ein nicht benötigtes Script zu entfernen. Und nun lasset die Fehlermeldungen hageln!

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Okt 30 2006

Firefox on Fire

Oh prima. Slashdot weist auf neun Gründe, jetzt (noch) nicht auf Firefox 2.0 zu migrieren, hin. Darunter finden sich issues, die manche mit dem Redesign der Benutzeroberfläche haben (ich lasse mir meine Oberfläche doch nicht einfach neu designen!!), aber auch memory leaks, Abstürze, Datenschutzbedenken, die (ausgerechnet!) mit den neuen Anti-Phishing-Funktionen zu tun haben, und andere Feinheiten mehr. Die Liste liest sich gruseliger, als die tatsächlichen Erfahrungen des einzelnen sein dürften; die Sache mit plötzlichen Abstürzen, speziell beim Drucken von schwer mit CSS arbeitenden Seiten, ist mir aber auch schon aufgefallen.

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Okt 27 2006

The Future’s so Bright

Abgelegt von Konstantin Klein um 09:54 unter Tech Nation

Schon seit Wochen stehen im S-Bahnhof Pankow orange gekleidete Menschen herum und halten vorbeihastenden Menschen orangefarbene Prospekte in den Weg. Jetzt habe ich mal nachgeguckt, was MAXXonair, das beworbene Produkt, denn eigentlich ist - und staunte. Genaugenommen staune ich immer noch.

MAXXonair ist der erste mir über den Weg gelaufene Versuch, WiMAX kommerziell und im großen Rahmen einzusetzen. WiMAX ist eine Art WLAN ohne das “L” (für “Local”), also das drahtlose Netz über größere Entfernungen (ca. 2 km, also mehr als von der Küche bis ins Schlafzimmer), und wurde als möglicher Ersatz für die sog. “letzte Meile” gehandelt, also den Teil einer (DSL-)Leitung, den bisher noch fast jeder Provider von der Telekom mieten muss.

Dass WiMAX in Pankow vermarktet wird, ist nur logisch: Dieser Berliner Bezirk ist zum großen Teil von DSL-Land abgeschnitten, weil er in den frühen neunziger Jahren mit Glasfaserkabeln erschlossen wurde, die mit DSL nix anfangen können - oder umgekehrt. Während ich also eine U-Bahnstation weiter südlich in DSL-Wonnen schwelge (mit Geschwindigkeiten, die mir MAXXonair derzeit und bis auf weiteres nicht bieten kann), war der gemeine Pankower bisher darauf angewiesen, sich neidvoll mit Modem- oder ISDN-Geschwindigkeiten zufrieden zu geben.

Dass WiMAX aber überhaupt vermarktet wird, erstaunt mich viel mehr - vor Jahren habe ich mit Interesse von dieser neuen Technik gehört - und seither nie wieder. War wohl doch nicht nur eine Luft(kicher!)blase.

Erst ein Kommentar

Okt 27 2006

Nachfrage

Abgelegt von Konstantin Klein um 09:32 unter Reality Check

Wenn der Mensch zwar vorhat, auszugehen, aber nicht zu lange wegzubleiben (z.B. weil er am nächsten Tag, so wie ich heute, um 6:00 am Schreibtisch sitzen muss), wie nennt der Mensch das dann? Um ein Haus ziehen? Die Stadt rot markieren? Loszupfen? Trampelpfad gehen?

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Okt 26 2006

Traffic

Abgelegt von Konstantin Klein um 19:59 unter Net Life

Schwer was los hier. Vor dem Überqueren dieser Seiten bitte nach links gucken, dann nach rechts, dann nochmal nach links. Hätte ja gar nicht gedacht, dass hier so viel los ist, angesichts der manchmal arg nüchternen Zahlen des Sitemeters.

Deshalb zunächst Dank all denen, die offensichtlich nur die RSS-Feeds lesen - bzw. von ihren Rechnern lesen lassen. Ihr sorgt dafür, dass der Straßenlärm auf dieser Seite nie so ganz abebbt.

Aber da gibt es auch noch eine Reihe Idioten, und denen sei an dieser Stelle ein Fluch entgegengeschleudert. Nur weil hier MovableType am Werk ist, könnt ihr nicht einfach alles vollspammen. Genaugenommen könnt ihr das nicht, gerade weil MovableType hier am Werk ist und euch schon bisher, bevor ich die Trackbacks ganz ausschaltete, effektiv ausbremste.

Aber irgendwo da draußen sitzt ein Idiot und lässt sein idiotisches Script zwischen ein paar hundert (Anfang Oktober) und dreitausend (!!) Mal (gestern) pro Tag einen Trackback-Versuch starten - der brav jedesmal in einer Fehlermeldung endet. Für wie wichtig, um Himmels Willen, haltet ihr Halbdackel dieses Weblog denn?

Geht weg, ihr Arschlöcher. So macht das doch keinen Spaß mehr.

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Okt 26 2006

Kritik der Kritik

Abgelegt von Konstantin Klein um 09:56 unter Net Life, Reality Check, Tech Nation

Puh, das entwickelt sich hier (zurück) zum TechBlog, Abt. Software. Aber da müssen wir in Zeiten von größeren Browser-Neuigkeiten wohl durch. Unter der Überschrift Firefox 2.0 is a solid improvement kritisiert Zonker Bronkmeier (manchmal beneide ich andere ja doch um ihre Namen) den neuen Browser und kommt zu einem ganz ähnlichen Ergebnis wie ich - nur länger und genauer: Firefox bleibt eben Firefox.

Eine Bronkmeiersche Beobachtung ist aber doch von speziellem Interesse:

Firefox 2.0 bring enough improvements to make the upgrade worthwhile.

Many of the “new features” were already available as extensions before, but there’s a substantial difference between making a feature available as an extension and building it into the browser. While savvy users will seek and find (or even write) extensions to satisfy their every whim, the Mozilla folks are trying to reach a broader audience — an audience that by and large won’t assume that it can get phishing protection, spell checking, or additional tab features by adding more software to their browser.

Die Beobachtung ist richtig, und die Annahme über die zugrundeliegenden Motive vermutlich auch. Aber: War Firefox nicht einmal angetreten, die Fehler anderer Browser (Internet Explorer, Netscape und ja, auch Opera) zu vermeiden, schlank und gemein (lean and mean) zu bleiben und dem Nutzer die Auswahl der Funktionen, die er braucht, zu überlassen?

Entweder kümmert die Mozilla-Leute ihr Geschwätz von gestern nicht mehr, oder ein Browser muss seine User zu einem gewissen Grad bevormunden, um auf dem Massenmarkt Erfolg zu haben. Wenn jetzt noch jemand einen Internet-Führerschein vorschlagen würde…?

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Okt 26 2006

Le Block

Abgelegt von Konstantin Klein um 01:36 unter Net Life, Service Point, Tech Nation

Und wenn wir schon mal beim Softwareplauschen sind: Der Preis für das am besten versteckte nützliche (OK, über den Nutzwert gibt es möglicherweise unterschiedliche Ansichten) Feature geht an die Hersteller des Handgestrickten™ (aka Opera) für ihre Art, Ad Blocking zu implementieren. Das ist nämlich nirgendwo in den Einstellungsmenus (zumindest nicht in der Mac-Version des Opera-Browsers) zu finden, ist aber dennoch vorhanden.

Und so gehts: Mit Werbung vollgekleckerte Seite aufrufen. Irgendwo in der Seite rechts klicken, im dann erscheinenden Kontext-Menu “Inhalt blockieren…” anklicken. Daraufhin passiert folgendes: Die gesamte Seite wird ausgegraut bis auf die Elemente, die den Kriterien des Ad-Filters entsprechen (sprich: eine Grafik auf einem Drittserver sind, von einem bekannten Adserver kommen etc.). Die kann der werbemüde Surfer dann nacheinander anklicken, worauf sie mit einer roten Banderole als “blockiert” gekennzeichnet werden. Oben im Fenster “Fertig” klicken, und wieder hat der Ad-Filter was gelernt.

Gut versteckt, aber sobald man es kennt, sehr brauchbar. Womit wir erfolgreich eine absolute Minderheit mit Wissenswertem versorgt hätten - die Opera-User nämlich, die, nebenbei bemerkt, durchaus etwas Zuwachs vertragen könnten; der Browser taugt nämlich.

This having said, kann ich mir den Hinweis nicht ersparen, dass werbefreies Surfen zwar angenehmer ist, die Vielfalt gut aufbereiteter Information aber in Gefahr bringen kann. Viele gute Quellen im Netz sind auf die Werbeeinnahmen angewiesen, und ohne Moos nix los.

Wollticknurmajesartham.

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