Archiv für Juni 2007

Jun 29 2007

Die Krone der Schöpfung?

Abgelegt von Konstantin Klein um 18:45 unter Net Life, Reality Check

Mist. Da habe ich nun fest daran geglaubt, ohne einen Mucks an dem derzeit stattfindenden iHype vorbeizukommen, und dann das: Die Lokalzeitung schreibt - unter dem etwas dümmlichen und daher in die Irre leitenden Titel The iPhone As Crowning Achievement? Um, Hel-lo? über die Schübe, in denen sich Technologie und mit ihr die Menschheit weiter entwickelt. Das Fazit von WP-Autor Paul Farhi: Auch wenn das iPhone eine solide Entwicklung darstellt - eine welterschütternde Neuheit ist es nicht.

The iPhone [...] shouldn’t be confused with revolution. All of the basic technologies that the iPhone incorporates were invented before 1975. And all of the iPhone’s functions are available in superior form via existing devices. Its signal achievement, at least based on pre-launch reviews, seems to be how Apple has integrated so many functions into one elegant, easy-to-use package.

Was, wenn wir mal ganz ehrlich sind, auch durchaus zu der bisherigen Linie des Hauses Apple passt.

In other, related news kündigen uns die Geier von El Reg an, dass wir am kommenden Montag offiziell etwas über die Ankunft des Euro-iPhones erfahren werden (UMTS, Vodafone, T-Mobile, blabla). Zeit, das ganze Thema wieder zu ignorieren.

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Jun 28 2007

Ich bin mein eigener flickr!

Seit zwei Tagen existiert bluelectricmedia.net. Es ist meins, meins, Mainz (??) - meine eigene Bilderseite. Ich hoste meine Bilder selbst, bin selbst dafür verantwortlich, und keiner kann mir reinreden. Anderswo tun andere was Ähnliches, wieder anderswo arbeitet man gleich an der genossenschaftlich organisierten flickr-Kopie

Kurzer Wasserstandsbericht:

  • bluelectricmedia.net ist online, enthält seine ersten 50 (oder so) Bilder in unterschiedlichen Auflösungen.
  • RSS-Feeds sind aktiv, bluelectricmedia.net ist also vernetzt (oder zumindest vernetz-bar).
  • Noch kämpfe ich mit den wirklich granularen Rechten und Funktionen, die Gallery 2.2 bietet. Die Rechte und Funktionen sind bisher nicht wirklich konsistent.
  • An die Bearbeitung des gewählten Templates muss ich mich noch machen: Dass RSS-Feeds gut in der (einklappbaren) Seitenleiste versteckt sind, mag zwar elegant aussehen, ist aber kontra-intuitiv.
  • Hierzu gehört auch der Einbau von kopierbaren Links zur externen Verwendung der Bilder.
  • Demnächst soll der Server unter der Haube noch ein paar neue Funktionen bekommen, die zum Beispiel das Hosten (und Einbinden) von Flash-Movies leichter machen soll. Hello, root access!
  • Wer dreht übrigens diese Movies, wenn wir schon mal dabei sind?
  • Und dann noch die Frage: Bauen wir jetzt Photo-Communities aus lauter Einzelhosts auf, oder sammeln sich gleich mehrere Photofreunde auf einem Host? Oder anders ausgedrückt: Hat es Sinn, auch anderen einen Bilderaccount hier anzubieten - um herauszufinden, wie es sich mit einem solchen Eigen-flickr arbeitet?

Fragen über Fragen…

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Jun 26 2007

Do it yourself (mehr oder weniger)

Abgelegt von Konstantin Klein um 10:54 unter Net Life, Service Point, Tech Nation

Schritt für Schritt entdeckt Klein-Bloggersdorf, dass flickr im Grunde überflüssig ist. Und sevenload eigentlich auch. Und YouTube und all die anderen auch. Der Schockwellenreiter macht es vor und experimentiert mit Photr als Kernzelle einer community-basierenden Photoseite (wenn man das so formulieren kann).

Der Mann weiß, was er tut. Ich weiß es nicht (also, was ich tue, nicht was er tut - das weiß ich übrigens auch nicht…), und trotzdem spiele ich versuchshalber mit Gallery 2.2 herum, einem recht funktionsreichen open-source-basierenden Freeware-CMS für Bilderseiten. Geboten werden unter anderem Kommentare, Benutzerverwaltung, RSS-Feeds, Image-Resizing in alle gewünschten Größen und und und… (Das schreibt man immer hin, wenn man etwas noch nicht restlos durchschaut hat, aber wie sollte ich auch nach einer spätabendlichen Installation?)

Bei der Arbeit beobachten kann man das Ganze hier. Zuhause ist es auf einem sogenannten Virtual Server - ein Shared-Hosting-Account ist dafür wohl nicht kräftig genug. Weitere Erfahrungsberichte demnächst hier. Oder dort.

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Jun 25 2007

Auf der Suche nach The Next Big Flickr

Abgelegt von Konstantin Klein um 09:57 unter Net Life

Auch der Herr aus Neukölln sagt “Good Bye flickr” (wenn auch nicht so radikal wie andere - er lässt die bisherigen Bilder online, damit es nicht lauter Löcher im Netz gibt) und hostet seine Bilder künftig bei sevenload. Und was sich bis jetzt wie eine Rebloggeria aus den schlimmsten Zeiten von Klein-Bloggersdorf liest, ist mehr:

Dass Jörg Kantel an einer eigenen Lösung bastelt, weiß die Gemeinde schon länger. Dass er das in aller Öffentlichkeit tut, war zumindest mir neu. Ladies and Gentlemen, would you please warmly welcome: photr!

Und wieder was für den Feedreader zum Beobachten…

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Jun 25 2007

Fliegende Bilder

Abgelegt von Konstantin Klein um 00:19 unter Net Life, Service Point

Wenn ich mal kurz auf das untere Ende der rechten Spalte auf dieser (Haupt-)Seite verweisen dürfte: flickr hatte Badges zum Einbauen auf die eigenen Seiten. Und sevenload hat jetzt Widgets für die, die keinen flickr-Account mehr haben. Und für alle anderen auch.

Etwas verspielt vielleicht, aber sind wir das nicht alle?

Update, drei Tage später: War zu verspielt, störte gelegentlich die Ausführung anderer Scripte, ist wieder weg. Außerdem kommen demnächst Zufallsbilder von meinem eigenen Bilderhost hierher.

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Jun 24 2007

DatenschutzGoogle

Abgelegt von Konstantin Klein um 13:25 unter Net Life, Reality Check, Under Pressure

Der Mensch lernt, solange er lebt. Und oft weiß die rechte Hand nicht, wen die andere wäscht (oder so). Es ist wahrscheinlich kein gutes Zeichen, wenn sich das Verhalten unseres privatwirtschaftlichen Lieblingsdatensammlers vor allem durch Sprichwörter und Redensarten charakterisierten lässt.

SParGEL online übernimmt einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, die wiederum aus der Wirtschaftswoche zitiert: Google, durchaus selbst im Visier der Datenschützer und Datenschutzadvokaten, gibt den Datenschützer und droht damit, den bundesdeutschen GMail-Dienst (den mit der uncoolen GoogleMail-Adresse) abzuschalten, wenn die bundesdeutschen Ideen zur Überwachung des Mailverkehrs tatsächlich Gesetz werden:

Die Pläne seien ein “schwerwiegender Schlag gegen die Privatsphäre”, sagte der oberste Datenschützer des Internet- Konzerns, Peter Fleischer, der “Wirtschaftswoche” einem heute veröffentlichten Vorabbericht zufolge. Das geplante Gesetz verstoße gegen Googles Grundsatz, auch anonyme E-Mail-Konten anzubieten. Diese Konten würden weltweit von Menschen genutzt, um sich unter anderem vor staatlicher Repression zu schützen.

Womit mir Google wohl sagen will, dass ich völlig schief liege, wenn ich nicht nur staatliche Einblicke in meine Mailbox nicht mag, sondern auch Googles eigene. Automatisiert sind sie beide, und mir unsympathisch auch.

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Jun 23 2007

Kai Pahl, revisited

Abgelegt von Konstantin Klein um 17:40 unter Net Life, Reality Check

Beim Durchstöbern meiner Bookmarks (Quatsch, so lange hebe ich die gar nicht auf) - also gut, beim versonnenen Betrachten von mail.app, des E-Mail-Clients von Mac OSX, fiel mir wieder ein, was Kai Pahl vor mehr als sechs Jahren schrieb: HTML ist böse!!

Damit bezog sich Pahl natürlich nicht auf die markup language hinter jeder Webseite, sondern auf die Verwendung von HTML (oder so was ähnlichem) in E-Mail. Und mit diesem Artikel - und der etwas sachlicher formulierten, aber nicht weniger eindringlichen Zweitversion Vom Umgang mit der digitalen Post - beeindruckte er mich so stark, dass ich seitdem nur noch ein einziges Mal HTML-formatierte Mail verschickte. Aus Versehen, an einem fremden Rechner.

mail.app, der Mail-Client von Mac OSXNun saß ich eben vor dem leeren Fenster einer neuen Mail (writer’s block, der mich vom Schreiben abhielt? Nee, eher samstagnachmittägliche Stieseligkeit), starrte ins Weiße (l.), und mir fiel die Drohung von Apple Corp. ein, demnächst noch buntere E-Mail möglich zu machen. Wenn ich die sonst durchaus von mir geachteten Herren aus Cupertino richtig verstehe, wollen sie nicht nur, wie bisher, HTML-Mail ermöglichen, sondern aufs schwerste fördern.

Das macht mich nachdenklich. Sollte Pahl nach sechs Jahren nicht mehr recht haben? Und ich, der ich ihm bedingungslos und ohne nachzudenken (bis heute jedenfalls) gefolgt war, etwa auch nicht?

Reality check:

HTML-eMails sind ineffizient.

Da nicht nur die reine Textnachricht übertragen wird, sondern auch sämtliche Formatierungsanweisungen, werden mehr Bytes übertragen als eigentlich für die Informationübermittlung notwendig ist.

Noch schlimmer: Zur Anzeige der HTML-eMails müssen Systembibliotheken in das RAM geladen werden. Bei größeren HTML-eMails beansprucht Outlook5/Mac plötzlich 10MB mehr.

Pahl hat auch 2007 noch recht. Angesichts der Unmengen von Daten, die inzwischen mehr oder weniger sinnlos durchs Netz geschaufelt werden, und der luxuriösen Ausstattung der neueren Rechner mit RAM verliert das Argument allerdings ein wenig. Und Outlook5/Mac gibt es auch nicht mehr.

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Jun 21 2007

Unkomisches Geburtstagsgeschenk

Abgelegt von Konstantin Klein um 08:50 unter Inside the Beast, Net Life

Die Super Dimension Fortress, die Heimat von bluelectric.org, wird im Juli 20 Jahre alt. Das ist in einem World Wide Web, das selbst erst etwas über 15 Jahre alt ist, durchaus bemerkens- und feiernswert (und wird auch mit einem Treffen derzeitiger und ehemaliger SDFer gefeiert).

Nun scheint SDF aber nicht nur Freunde zu haben. Seit dem Wochenende muss die Handvoll Server, die die SDF-Community betreibt, DOS-Attacken (nicht im Sinne von Disk Operating System, sondern von Denial of Service) aushalten. Und diese Attacken halten sie eben unterschiedlich gut aus, weshalb es in diesen Tagen immer wieder zu Ausfällen kommt. Mal ist es der Mailserver, mal ein Webserver, letzte Nacht war es für zwei Stunden der Datenbankserver. Mist.

Wir bitten um Geduld und Verständnis. Sagt Steven M. Jones, der Kommandant der SDF, und dem kann ich mich nur anschließen.

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Jun 20 2007

Good Bye, flickr!

Drohung ausgeführt. Manchmal lässt man sich eben zuviel Zeit, nicht wahr, flickr?

Goodbye flickr

Das hat natürlich Folgen. In den älteren Einträgen auf bluelectric.org, denen, die von bluelectric.de herübergekommen sind, sind oft Bilder verlinkt, die auf dem flickr-Server lagen. Dort gibt es jetzt nur leere Stellen. Auch in der Tradition von “Cool URLs don’t change” habe ich darüber nachgedacht, meine flickr-Bilder nicht zu löschen; Löcher im Netz sind nun mal nichts schönes.

Die Hasenherzigkeit der flickr-Anwälte und derer bei flickr, die auf sie hören, ist aber auch nicht schön. Also gibt es jetzt eben weiße Flecken hier und anderswo im Netz.

Eine positive Folge gibt es aber doch: Ich habe die 671 Bilder nochmal durchgesehen (nicht alle von denen waren wirklich öffentlich) und gesiebt. Die besten Bilder (80 oder so) finden sich jetzt hier. Es werden noch mehr werden, und die Suche nach alternativen, community-basierenden Lösungen geht ohnehin weiter.

Nachtrag: Zu spät ist einfach zu spät (via vowe.net).

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Jun 20 2007

Schwach verhüllte Drohung

Abgelegt von Konstantin Klein um 09:24 unter Net Life, Sad and Beautiful

Seit einer Woche regt sich Bloggerdeutschland über flickrs neue Geschäftsbedingungen auf (wir erinnern uns: Besucher mit deutschen Yahoo-IDs bekommen keine “gefährlichen”, sprich: naked people, Bilder zu sehen, und ihre eigenen Bilder werden automatisch als “sicher” eingestuft oder blockiert). Nun gibt es auch in Deutschland flickr-Jünger mit US-Accounts (hier schreibt gerade einer), denen das egal sein könnte. Ist es aber nicht.

Weil ich im Grunde ein fauler Hund bin, habe ich bisher nur berichtet. Wenn flickr/Yahoo aber auf ihrem Standpunkt beharren, fange ich demnächst auch an, meine Bilderns woandershin zu schieben. Auch andere Dienste machen eine hübschen Eindruck - und eine community-basierte Lösung wäre sowieso das allerschönste.

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