Jul 26 2007
Rettet Thunderbird (oder so)!
Offensichtlich halte nicht nur icke E-Mail für die wichtigste Anwendung im großen Internetz: In Mitchell’s Blog schreibt Mozilla-CEO Mitchell Baker (das muss man auch erst einmal hinkriegen: auf der eigenen Seite unter “About me” auf einen Wikipedia-Artikel verlinken können!) über die mögliche Zukunft oder auch Nicht-Zukunft von Thunderbird, dem Mail-Client der Mozilla Foundation.
Mozilla has been supporting Thunderbird as a product since the beginning of the Foundation. The result is a good, solid product that provides an open alternative for desktop mail. However, the Thunderbird effort is dwarfed by the enormous energy and community focused on the web, Firefox and the ecosystem around it. As a result, Mozilla doesn’t focus on Thunderbird as much as we do browsing and Firefox and we don’t expect this to change in the foreseeable future.
In other words, wie der amtierende Präsident der USA sagen würde: Thunderbird ist ein anständiger, aber wenig aufregender und noch weniger zukunftsträchtiger Mail-Client. Das ist übrigens auch einer der Gründe, weshalb ich Thunderbird bei der Arbeit, aber nicht zuhause nutze.
Die aus Bakers Fragestellung entstandene Diskussion (ebenfalls unter dem o.a. Link) ist hitzig, nicht immer sachlich und zeigt, dass rund um Thunderbird tatsächlich reichlich Fragen zu diskutieren sind.
Technorati Tags: Mail, Thunderbird, Mozilla
5 Kommentare zu “Rettet Thunderbird (oder so)!”


Warum denn nicht zukunftsträchtig? Unter Linux mag ich Thunderbird, auch unter Mac OS komme ich gut mit dem Vogel zurecht.
Welche Gründe sprechen denn zu Hause dagegen? Apple Mail?
Unter Linux ist meiner Erfahrung nach Thunderbird dasjene Programm, welches die wenigsten Nerven kostet, will man Unterstützung für IMAP, PGP und/oder S/Mime.
[...] Link to Article firefox Rettet Thunderbird (oder so)! » Posted at bluelectric.org on [...]
Apple Mail. Bietet in der aktuellen Version (endlich) anständige IMAP-Unterstützung, die sogar einen ganzen Zacken eleganter ist als im T-Bird. Und dazu gibt es die gute Integration mit OS X, was Suchfunktionen, Adressbuch etc. angeht.
Und dass der T-Bird nicht zukunftsträchtig ist, habe ja nicht ich behauptet, sondern Baker, die wahrscheinlich weiß, wovon sie redet.
Ich muss sagen, dass es sehr schade wäre wenn der Donnervogel verschwindet, da es für mich bis jetzt der beste Mail Client ist. In der Vergangenheit habe ich so ziehmlich jedes Mailprogramm durchgetestet (angefangen mit Netscape Communicator, über Outlook Express *würg*, Eudora Mail, Pine, Mutt, Evolution, KMail, Apple Mail) und bin schließlich 2003/2004 bei Thunderbird gelandet und bis jetzt dabei geblieben.
Apple Mail ist zwar wunderbar und wie alles aus dem Hause Apple sehr stylisch, aber es läuft eben nur auf dem Apple und man ist sehr abhängig. Gerade jetzt ist mein MacBook mal wieder hinnüber (ich zähle nicht mehr) und hätte ich alles unter Apple Mail und dem Apple Adressbuch verwaltet, könnte ich darauf, mangels ZweitMac, nicht zugreifen. So habe ich jetzt einfach meine Donnervogel Profile vom Mac auf den PC kopiert und alles läuft weiter wie immer. Mail sowieso über IMAP, aber so habe ich jetzt auch meine Adressbücher.
Wenn ich irgendwann reich
und berühmtbin und mir einen zweiten Mac leisten kann, werde ich vielleicht auch anders darüber denken.Und damit, Jan, hast Du auch meine Mail-Client-Karriere ziemlich komplett aufgelistet. Bei mir kam über die Jahre aber auch noch Microsoft Outlook (in einem Sender, für den ich gearbeitet habe) und Pegasus dazu. Und derzeit spiele ich - wenn auch nicht ernsthaft - ein wenig mit Alpine herum, dem komplett neu geschriebenen Pine.
Wenn mein Cube abraucht (was angesichts seines Alters durchaus mal passieren kann), werde ich aber trotzdem ohne Unterbrechung auf dem MacBook weitermailen können - das Adressbuch gleiche ich regelmäßig ab, und die Mail findet sich sowieso auf dem Server (IMAP!).