Okt 31 2007

Hallo Wien!

Abgelegt von Konstantin Klein um 17:50 unter Culture Vulture

Folgende Schreckensgestalten heute schon vor dem Dunkelwerden gesichtet:

  • Den Arbeiterdarsteller in der U8, der schon morgens um 8:45 eine Fahne vor sich her trug, die sich (im Gegensatz zu ihrem Träger) gewaschen hatte
  • den Gehbierträger, der nicht mit einer offenen Bierflasche, sondern mit deren zwei mein Ärgernis erregte
  • den Schnauzbart- und Herrenhandtaschenträger, der in aller Seelenruhe zusah, wie eine junge Frau ihren vollbesetzten Kinderwagen alleine die steilen Stufen einer Rekotram emporwuchtete, um dann kopfschüttelnd einzusteigen und seine BLÖD-Zeitug zu entfalten (doll, gleich mehrere Feindbilder in einem!)

Jetzt reichts dann auch, und morgen ist dann bitte wieder weniger gespenstisch.

3 Kommentare zu “Hallo Wien!”

  1. Boris am 31. Oktober 2007 um 20:23

    Mich widern Leute an, die durch die Gegend latschen und dabei Bier in sich reinsaufen. Ich sehe da in den letzten Jahren immer Jüngere. Ekelhafter und armseliger geht’s gar nicht.

    Und über Leute, die diese arglistige Vortäuschung einer Zeitung lesen, sage ich jetzt nichts.

  2. Konstantin am 01. November 2007 um 00:06

    Nach meiner Rückkehr aus USAland fiel mir das zum ersten Mal auf, und ich gebe zu, dass ich dachte, das sei eben eine Berliner Erscheinung, mit all der Arbeitslosigkeit und so. Dann sah ich das aber auch in München, einer Stadt mit niedriger Arbeitslosigkeit, und wusste: Das ist der Untergang des Abendlandes.

    Oder so.

  3. Boris am 01. November 2007 um 12:04

    Ich kenne diese enthemmten Bieroholiker schon aus meiner Kindheit, nur gab es da noch keine Jugendlichen oder jungen Erwachsenen mit diesem Gebaren. Oder doch, aber das war früh-abgehalftertes Volk aus den sogenannten “Assovierteln”. Ansonsten waren es meist ältere trübsinnige Gestalten, die mit ihren Bierpullen in der Regel von einem Kiosk zum nächsten zogen. Oder ab nach Hause zum Rauschwegschnarchen.