Was sich die professionellen Heimatschützer meiner Wahlheimat (1996 - 2003) da wieder ausgedacht haben: Im nach wie vor äußerst erfolgreichen Kampf gegen den Internationalen Terrorismusâ„¢ beschlagnahmen Einwanderungsbeamte, unter anderem an meinem ehemaligen Heimatflughafen, einzelne Dateien (sie werden gelesen oder kopiert) oder sogar ganze Laptops von Reisenden, die ihnen verdächtig erscheinen, berichtet die Lokalzeitung.
Und jetzt regt man sich, u. a. beim SparGEL, der den wunderschönen Begriff “Datenschutzalarm” prägt, über diesen Bruch des Datengeheimnisses auf. Nicht zu Unrecht, aber die eigentliche Sauerei - beanstandet von der Electronic Frontier Foundation und anderen Bürgerrechtsorganisationen - liegt ganz woanders. Die Betroffenen wurden nämlich offenbar nicht aufgrund von richtigen oder auch falschen Daten der Heimatschützer und Angstmacher aus der Flut der Reisenden herausgepickt, sondern aufgrund ihres Aussehens. Nahöstlich oder südostasiatisch aussehende Reisende sind es, deren Laptops gefilzt wurden.
Und das heißt racial profiling, ist angewandter Rassismus und so verboten, dass die Heimatschützer sich gegen den Vorwurf viel schneller wehrten als gegen den der Schnüffelei.
A U.S. Customs and Border Protection spokeswoman, Lynn Hollinger, said officers do not engage in racial profiling “in any way, shape or form.” She said that “it is not CBP’s intent to subject travelers to unwarranted scrutiny” and that a laptop may be seized if it contains information possibly tied to terrorism, narcotics smuggling, child pornography or other criminal activity.
Aha. Und wir, die wir Wert auf Datensicherheit legen (aus welchem Grund auch immer) werden künftig mit leerem Laptop reisen (mache ich übrigens auch innerhalb Deutschlands, und nicht aus Angst vor den hiesigen Heimatschützern, sondern vor einem Verlust des Rechners oder einem Plattencrash). Netzwerklaufwerke (WebDAV) wie das sogenannte GMX-Mediacenter oder Internet-Applikationen wie Google Docs ermöglichen es, Daten in the cloud aufzubewahren und erst dann auf die laptopeigene Platte zu laden, wenn sie gebraucht werden. Wobei ich davon ausgehe, dass nicht nur ich mich so paranoid verhalte, sondern auch alle Geschäftsleute, die mit sensiblen Daten Grenzen überschreite. Von denen, die wirklich was zu verbergen haben, mal ganz zu schweigen…


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Ich will eigentlich noch einen Schritt weiter gehen, ich will meine Daten und Programme komplett ins Netz übertragen. Neben Sicherheitsgründen ist es auch eine wirtschaftliche Frage.
http://www.duckhome.de/tb/archives/1794-Machen-Handys-ueberhaupt-noch-Sinn.html
Das ist sicher noch nicht komplett zu Ende gedacht, aber ich glaube so sollte die Richtung aussehen.
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Dummerweise hat mir mein Provider jetzt aber sowas von von WebDav abgeraten - er sagte den schönen Satz “Klar, wenn Sie wollen schalte ich Ihnen das frei, aber wundern sie sich nicht, wenn Sie dann eines Morgens eine Ente von Ihrer Site aus anlächelt…”
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Eine Ente? “Why a duck?” (Chico Marx)
Es gibt ja auch noch viele andere Möglichkeiten, als ausgerechnet beim eigenen Provider (ja, auch ich glaube an das Gute in der Idee, Daten zu streuen!) WebDAV zu nutzen: Amazon S3, wo man schon gar keine Ahnung mehr hat, wo und wie die Daten gespeichert sind, .Mac für die, die zuviel Geld haben, FTP-Server allüberall…
Die physikalische Datenhaltung in der persönlichen Umgebung verliert jedenfalls im Zeitalter von Bundestrojanern (obwohl ich immer noch nicht glauben kann, dass das Dingen wirklich funktioniert) gewaltig an Attraktivität.
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Hm, ja, hm
Mir fällt es schon schwer genug, meine Daten einem Server anzuvertrauen, der wer weiss wem wirklich gehört - aber dann auch noch eine Technik dazu nutzen vor dem mich der Admin meines Vertrauens warnt?
Besser wird das alles nicht …
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Jungledisk beispielsweise verschlüsselt nicht nur die Verbindung, sondern auch die Daten (on-the-fly), wenn du willst. Mir persönlich reicht das.
Zumindest unter Linux lassen sich die entfernten Daten per FUSE ins lokale Dateisystem einbinden und der Unterschied zwischen lokalen und entfernten Daten schwindet wieder ein Stück. Wenn die Internetverbindung nicht lahmt und die Daten keine atemberaubende Größe haben, lässt sich so ganz gut arbeiten, meiner Erfahrung nach.