Mai 12 2008
Ein Kommentar
Aha. War ich also nicht der Einzige, der ein Problem oder zwei mit dem disqus-Plugin für WordPress hatte. Weshalb die disqus-Leute schnell einen Patch für das Plugin herausgebracht haben, der nicht nur das Problem mit den eigentlich nicht für Kommentare vorgesehenen statischen Seiten behebt, sondern auch mein Twitter-Sprechblasen-Script wieder in Frieden lässt.
Weshalb disqus an dieser Stelle des Netzes eine zweite Chance bekommt. Wie ich dank des Plugin-Systems von WordPress schnell wieder auf die hauseigenen Kommentare zurückschalten kann, weiß ich ja inzwischen.
Bitte um Test und Meinungsäußerung - dankeschön.
Update, eine halbe Stunde später: Ach ja, disqus versucht natürlich, alle Kommentierenden zu einer Mitgliedschaft zu überreden (das ist die “Verify”-Sache). Das ist natürlich nicht nötig. Da aber disqus meine vertrauten und vertrauenswürdigen Mitleser noch nicht kennt, landet der Kommentar zunächst noch in einer Warteschleife, aus der ich ihn umgehend befreien werde. Wenn ich nicht gerade beim Grillen bin oder so.
Noch’n Update, zweieinhalb Tage später: Disqus ist hier wieder verschwunden, dort und dort aber weiter aktiv. Das reicht zum Testen.
Tags: disqus.com
5 Kommentare zu “Ein Kommentar”


Also ich finde das höchst unergonomisch und auch leserunfreundlich, zum Kommentieren plötzlich zu einem amerikanischen Dienstleister verschifft zu werden (sammelt der im Hintergrund eventuell alle Kommentare nebst E-Mailadressen zum Auswerten?), der mir zudem noch nicht einmal den kompletten Artikel anzeigt. Damit kann ich nicht einmal während des Schreibens Bezug auf den Artikel nehmen, wenn ich ihn nicht gleichzeitig in einem weiteren Tab öffne - was noch schwerer leserunfreundlich ist. Und wenn ich nachher Kommentare lesen will, muss ich auch zum Fremdanbieter gehen? Also ich lese lieber Kommentare zu Artikeln dort, wo sie hingehören und nicht ‘comment threads’ bei irgendwem. Das hat für mich fast dieselbe Abgewöhnqualität wie Zwangs-Nutzerregistrierung zum Kommentieren.
Und ich muss noch extra Javascript dafür einschalten, damit ich das Kommentarformular hier sehe … und wohin mein erster Kommentar gewandert ist, weiß ich auch noch nicht so recht. Die Dienstleister-Seite präsentierte sich eben so, als hätte es noch nie im Leben einen Kommentar gegeben. Für was (oder wen? war dieses Plugin nochmal gut? Sorry dafür, dass ich etwas mopsig reagiere, aber für mich stellt dieses Dingens schon eine arge Verschlimmbesserung in Sachen Usability dar. Ich würde mein Blog nicht so langsam in eine Zusammenstoppelung verschiedener Dienstleister-Bröckchen zerlegen. Schon alleine nicht wegen der Nutzerdatenverteilung.
Das mit JavaScript ist tatsächlich ein Argument. Da diese Scriptsprache aber auch sonst eine große Rolle spielt auf diesen Seiten, hatte ich gedacht, es wäre schon an… Nutzerdatenverteilung? Disqus will Nutzerdaten, überprüft sie jedoch nur bei der Anmeldung als Mitglied.
Wie (bisher mangels Javascript verteilt und etwas verzettelt) gesagt, als Blogbetreiber würde ich keine Kernfunktionalität meines Blogs einem Dienstleister übertragen, schon gar keine, mit deren Hilfe er meine Leser (Kommentatoren) identifizieren und “verfolgen” kann. Es wäre in diesem Zusammenhang nebenbei interessant zu wissen, ob man als Blogbetreiber noch anonymes Kommentieren erlauben könnte (wie es Wordpress ja ausdrücklich ermöglicht). Und als Kommentator … naja, dito. Ich kommentiere scheinbar hier, letzten Endes aber bei jemand anderem, der das Ganze verwaltet und aufbereitet … und was eventuell noch?
Nun ja: Kommentare über einen Dienstleister gibt es nicht erst seit disqus. Einige durchaus nicht unbekannte Weblogs nutzen Haloscan für ihre Kommentarfunktion, ebenfalls ein (amerikanischer) Dienstleister, BTW. Und andere nutzen sogar für das gesamte Weblog einen Dienstleister; Typepad ist gerade bei corporate bloggers immer beliebter, und selbst good old Blogger ist nicht nur Spielplatz für Nichtanderskönner. Nutzerdaten sind also durchaus nicht immer und ausschließlich unter der Fuchtel des eigentlichen Betreibers. Disqus läuft hier im Versuch übrigens nicht einfach nur, weil es geht. Von den threaded discussions, der Einbindung in Friendfeed und auch den Email-Funktionen erwarte ich mir durchaus einen Mehrwert. Threaded Discussions gibt es übrigens auch als (nicht gut funktionierendes, nach meiner Erfahrung) Plugin für WordPress, die anderen Funktionen m.W. nicht.