Mai 27 2008
Unterbrechung der Unterbrechung
(Mal sehen, ob es überhaupt jemand auffällt…)
An alle, die einem gerne weismachen wollen, dass so ein guter, alter Brief doch besser ist als E-Mail:
- Briefe sind so binär wie E-Mail: eine Ladung (Tinte, Farbe etc.) ändert den Zustand des Trägermediums (meist Papier) von weiß (= 0) auf schwarz (= 1); die Verteilung der Ladungen, vom Empfänger korrekt geparst, ergibt den Sinn der Nachricht - oder auch keinen.
- Briefe nutzen charsets, genau wie E-Mail: bei E-Mail gibt es z.B. ISO-8859-1, UTF-8 etc., bei Briefen leserlich, getippt, hingeschmiert etc.
- Briefe können mit Meta-Informationen aufgehübscht werden (edles Trägermedium, Parfum etc.); E-Mail kennt HTML im Mail-Body. Beidem ist ggf. mit Misstrauen zu begegnen.
- E-Mail nimmt oft verschlungene Wege, um zuverlässig anzukommen. Papierpost nimmt oft verschlungene Wege, warum auch immer.
- Spam… OK. Briefe haben doch einen Vorteil gegenüber E-Mail.
Wer hätte das denn ahnen sollen?
2 Kommentare zu “Unterbrechung der Unterbrechung”


Ist aufgefallen.
Apropos Spam und Holzbriefe: Ich hab fast jeden zweiten Tag Spam im Briefkasten. Zwar nicht für Pillen oder Körperteilextensionen, aber immerhin für dubiose Glücksspiele oder Versicherungen, Teppichhehlern und von allen 2477 Pizzerien in meinem kleinen Viertel.
Staun. Ich fand Holzspam zwar jeden Tag in meiner Post, als ich noch in den US of A lebte, hatte aber nach meiner Rückkehr hierher den Eindruck, als sei das ausgestorben. Da habe ich bisher wohl hauptsächlich Glück gehabt.