Archiv für Juni 2008

Jun 29 2008

Wasser und Sonne

Abgelegt von Konstantin Klein um 23:44 unter On the Road

Viertel Kraft voraus

Ein Sonntag auf dem Wasser. Wind und Sonne auf der Haut. Keine Verbindung zur Welt jenseits des Horizonts (oder der nächsten Biegung des Flusses). Und auch kein Bedarf daran. Manchmal reicht, was man sieht.

Und Sonnenbrand.

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Jun 27 2008

So long, BillG!

Abgelegt von Konstantin Klein um 12:57 unter Sad and Beautiful

Zum letzten Arbeitstag von William Gates III. bei Microsoft:

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Jun 25 2008

U+1E9E

Abgelegt von Konstantin Klein um 11:05 unter Culture Vulture, Reality Check

Es hat uns (eigentlich nicht wirklich) soooo gefehlt, jetzt ist es da:

Unicode 1E9E - das Große ß (mangels Umsetzung in den gängigen Webfonts nicht anders darstellbar)!

dpa berichtet gerade (es ist immer gut, ein Redaktionssystem vor der Nase zu haben), dass das Deutsche Institut für Normung DIN, die Erfinder von DIN A4 und anderen nützlichen Sachen, und die International Standards Organization ISO sich geeinigt haben, das Versal-ß in die Unicode-Zeichensätze aufzunehmen.

Die Rechtschreibregeln sind davon zunächst nicht betroffen. Sie sehen vor, dass das ß weiterhin in Großschreibweise als SS dargestellt wird. Obwohl dies der Logik der Groß- und Kleinschreibung widerspricht, wollten die internationalen Normungsgremien nicht daran rütteln und haben sich - wie zu hören ist nach kontroverser Diskussion - aus der deutschen Rechtschreibung lieber diplomatisch herausgehalten.

Na, dann ißt ja alles in Ördning.

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Jun 24 2008

Gewissensfrage

Abgelegt von Konstantin Klein um 00:50 unter Reality Check

Liebe Leserinnen und Leser,

im Grunde können Sie die folgenden Zeilen gerade mal ignorieren. Für Sie wäre es gewonnene Zeit, und für mich wäre es weniger peinlich, weil dann nicht ganz so offensichtlich würde, auf welch hohem Niveau hier gejammert wird.

Noch da? Na gut, anschnallen und das Rauchen einstellen, here we go:

Das iPhone mal wieder. Nach allem, was wir wissen, eine Geldschneidemaschine erster Sorte, ein Leifschteil-Accessoire, ein must-have und gerade deshalb etwas, das man als bewusster Verbraucher aus vollem Herzen bäh findet.

Disclaimer, zwischendurch und zur Erholung: Schreiber dieses wohnt in einem Haushalt mit fünf Mac und ebensovielen iPods verschiedener Machart, verteilt auf drei Personen (das Katz muss ohne Mac und iPod auskommen). Schreiber dieses ist also durchaus anfällig für Produkte des Hauses Apple und auch bereit, dafür Geld auszugeben. Diese Bereitschaft erstreckt sich aber nicht soweit, dass ich mich für alles übern Tisch ziehen ließe.

Beweis: Sowohl in Sachen Festnetz wie auch beim Mobilgequatsche bevorzuge ich reichlich unglamouröse Billiganbieter und bin - im Gegensatz zu vielen anderen - mit beiden Anbietern, ihren Tarifen und Angeboten sehr zufrieden.

Must-haves gibts also nicht. Stattdessen liegt neben mir ein auch nicht ganz billiges Jesus-Phone der finnischen Machart, mit erstaunlich guter Kamera, guter UMTS/Bluetooth-Modemfunktion für unterwegs und sonst so ziemlich allem, was das iPhone auch hat, minus glamour, minus usability. In diesen Fächern macht keiner dem iPhone was vor. Sisso.

Tscha. Sprechen also schon drei Argumente gegen eine Anschaffung: Die Geldschneiderei. Das bereits angeschaffte teure Ersatzhandy (allerdings bei weitem nicht so teuer wie das iPhone plus die Zusatzkosten durch vorzeitigen Vertrags- bzw. Anbieterwechsel). Und der schon grundsätzlich unsympathische, im Lichte jüngerer Ereignisse jedoch völlig indiskutabel gewordene Dienstanbieter; ich meine, grundsätzliches Misstrauen gegenüber Datensammlern ist das eine, aber ein so offensichtlich skrupelloser Umgang mit Daten, die, als ich das letzte Mal nachguckte, noch unter dem Schutz des Grundgesetzes (!) standen, ist das andere.

Dafür spricht, dass das iPhone wohl wirklich den Standard für Mobiltelefone der Zukunft setzt.

Reicht aber angesichts der Gegenargumente nicht aus. Ergo: Sehnsüchtiges Jammern auf hohem Niveau. Vergessen wirs. Weiter im ausgedruckten Programm.

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Jun 23 2008

Nicht kaputt

Strandbad CaputhAbt. Weil es geht™. Dieses Foto aus dem Strandbad Schwielowsee (See im Mittelgrund, Strandbad rechts neben dem rechten Bildrand) im brandenburgischen Caputh hat noch vor dem Hochladen zu flickr - wie jeder, der jetzt draufklickt (Halt! Hierbleiben!), feststellen kann - via Handy-GPS, Fireeagle und ZoneTag die Koordinaten des Aufnahmeortes mit auf den Weg bekommen. Und damit ist es der Welt möglich, nicht nur den Aufnahmezeitpunkt, sondern auch den Aufnahmeort aus den Metadaten des Bildes herauszulesen.

Und warum sollte man sowas machen?

Weil es geht™.

Ernsthaft: Es ist tatsächlich interessant und bestaunenswert, wie grundverschiedene Technologien und Einsatzzwecke (kann ich mich im Strandbad wirklich so leicht verlaufen, dass ich ein GPS-Handy brauche?) miteinander zum Spielen gebracht werden. Eine zweckreiche Anwendung dieses Mesh-up kann ich mir allerdings nur in Ausnahmesituationen vorstellen: Bei der Dokumentation von Situationen und Ereignissen, beispielsweise. Beim Abbilden eines Strandbades eher nicht.

Weitere Vorschläge, wozu man sowas brauchen kann?

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Jun 19 2008

Geständnis

Abgelegt von Konstantin Klein um 22:54 unter Reality Check

OK, OK, ich gebe es zu. Auch ich gucke Fußball. Zufrieden?

Ist immer so eine zweischneidige Sache, so ein Fußballspiel. Einerseits kann ich einem guten Spiel durchaus etwas abgewinnen (obwohl ich zu der kleinen Minderheit InDULa gehöre, die auch mit einem Football-Spiel etwas anfangen können), die sich an eleganten Spielzügen oder auch der puren Kraft eines Torschusses aus großer Distanz freuen können. Andererseits geht mir das Gedöns drumherum ein wenig auf den Keks, angefangen beim Gegröhle in Nachbars Garten bis hin zu Schlandfahnen und Feuerwerksgeballer in einem Vorrundenspiel (hat mir auch nach dem gewonnenen Viertelfinale nicht so ganz eingeleuchtet).

Und doch erinnere ich mich, im Stadion selbst herumge-ola-t zu haben, gejubelt und gegrunzt und was nicht alles, Massenhysterie hin, Gemeinschaftserlebnis her.

Zweischneidig eben.

Dafür haben wir morgen im Büro wieder was, um den Tag gesprächsweise anzufangen. Distribuierte Gemeinschaft, jeder vor seiner Breitbildglotze. Zirkusspiele der Moderne, zum Glück (meist) unblutig. I werd narrisch.

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Jun 19 2008

Bundesjugendspiele

Abgelegt von Konstantin Klein um 00:47 unter Net Life


Es ist wie damals: Eine Urkunde, von der man nicht so ganz genau weiß, womit man sie verdient hat - trotz der vier Installationen, die man selbst auf vier Rechnern angestoßen hat. Anders als damals ist die Gestaltung der Urkunde, und auch daran, dass auf den BJS-Urkunden groß “VIELEN DANK!” gestanden hätte, kann ich mich nicht erinnern.

Am Download-Bohei habe ich mich also beteiligt; über die Servercrashes zu Beginn der 24 heures de Mozilla habe ich mich geärgert; die Kommentare der Switcher habe ich heute mit Interesse gelesen. Und sonst?

Ja, nix. Ich bin schon seit einigen Wochen FF3-User, und die letzten Betas waren es wert, release candidates genannt zu werden. Der letzte RC steckt jetzt auch unter der Haube des Flock-Browsers, mit dem ich dieses verfasse. An die awesome adress bar habe ich mich so schnell gewöhnt, dass mir das allgemeine Gemeckere bzw. Staunen heute schon fast seltsam vorkam. Und sonst - ein Browser eben. Ein sehr guter, wahrscheinlich derzeit der Beste (kann mich nicht wirklich dazu durchringen, Opera 9DOT5 zu testen!), aber irgendwie nur ein Browser - also die Plattform des cloud computing und social networking dieser Zeit.

Schöne Urkunde, das.

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Jun 17 2008

Feier-Igel

Abgelegt von Konstantin Klein um 16:47 unter Net Life, Reality Check

Einen der am weitesten am Ziel vorbeigehenden tags dieser Woche, wenn nicht des ganzen Vierteljahres liefert Yahoos geheimnisvoller fire eagle, ein Lokalisierungsdienst der anderen - und zur Abwechslung vielleicht auch mal nützlichen - Art.

Wer nämlich eine Beta-Einladung erhalten hat, bekommt nach dem Login den Satz “Share your location online!” schwarz auf orange entgegengehalten. Und was auf brightkite oder auch good ol’ plazes (Gruß nach Mitte!) zutrifft, nämlich die zweifelhafte Möglichkeit, anderen mehr oder weniger automatisiert mitzuteilen, wo man sich gerade aufhält, ist in meinen Augen eben nicht der Sinn und Zweck des Feierigels.

Gut, fire eagle sammelt von allen möglichen Diensten, auch den gerade angegebenen, Informationen darüber, wo sich der Kunde jeweils befindet. Aber entweder bin ich zu doof, es zu finden, oder der Dienst bietet wirklich keinen Aufenthaltsfeed an (den man ja auch nicht braucht, weil es erstens schon andere Dienste gibt und zweitens ich es mir schon oft vorgenommen habe, einen Herrn -ix oder y irgendwo zu konfrontieren - rein freundschaftlich, versteht sich - es dann aber doch nie geschafft habe).

Stattdessen bietet der Feierigel an, den aktuellen Aufenthaltsort des Benutzers einem anderen Dienst zur Verfügung zu stellen. Und schon erwische ich mich dabei, mitten in P’Berg auf der Straße die Wikipedia-Einträge zu Einrichtungen, Bauwerken und sonstigen Dingen in meiner unmittelbaren Umgebung zu lesen.

Und das finde ich neu, verspielt und ein bißchen genial.

Anmerkung: Liebe Datenschützer, die Gefahr, die von derartigen oder auch ganz anderen social services ausgeht, kann man ganz einfach umgehen, indem man sie nicht nutzt. Wird keiner gezwungen.

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Jun 17 2008

Ossi-Bär, die Geografie und die Geschichte

Abgelegt von Konstantin Klein um 12:17 unter Reality Check

Wir zitieren die Netzeitung:

55 Jahre sind eine lange Zeit und haben aus Sicht vieler Politiker zu einem Vergessen an den ersten Aufstand gegen die Regierung der DDR geführt. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) etwa forderte in der «Märkischen Oderzeitung», einen Platz nach dem 17. Juni 1953 zu benennen.

Ach ja. Dass es in Berlin schon ziemlich lange eine ebenso lange “Straße des 17. Juni” gibt, hat der Bundestagsvizepräsident (vom Satiremagazin Titanic einstmals “Ossi-Bär” getauft) wohl übersehen - wohl, weil sie westlich des Brandenburger Tors liegt.

Es sei «sinnvoll, dieses Gedenken zu lokalisieren», zumal die Zeitzeugen langsam ausstürben, sagte er.

Wie wirkungsvoll solche Gedenkstraßennamen sind, lässt sich daran erkennen, dass vor 1989 viele den 17. Juni für den Tag hielten, an dem zum ersten Mal auf der gleichnamigen Straße ein Flohmarkt stattfand. Oder so.

Er betonte, das Datum dürfe nicht aus dem Gedächtnis gelöscht werden. Thierse mahnte gleichzeitig, Vorurteile gegen Ostdeutsche abzubauen: «Man sollte auch lernen, dass in diesem östlichen Teil Deutschlands nicht nur Menschen gelebt haben, die feige und unterwürfig waren, sondern dass es da auch viel Mut gegeben hat», sagte Thierse.

Und Thierse sollte lernen, dass es InDULa im Jahr 2008 schon eine ganze Reihe Menschen gibt, die eben nicht mehr in den von ihm zitierten Kategorien denken. Doch, doch.

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Jun 17 2008

For the Record

Abgelegt von Konstantin Klein um 02:10 unter Inside the Beast, Net Life

Der Form nach gehört es gar nicht hierher, wohl aber dem Inhalt nach: Seit heute, dem Firefox-3-Download-Rekordversuch-Tag (hat um diese Uhrzeit weltweit offenbar noch nicht begonnen) ist in diesem Hause Flock wieder der Standardbrowser.

Warum?

Weil es geht™, weil er auch schon FF3 unter dem Pelz hat (wenn auch noch den letzten release candidate, und das in einer Flock-Beta), und weil ich immer noch so beeindruckt bin von dieser Combo aus Browser und zweinulligen Add-ons, dass ich gerne noch einmal Werbung für ihn mache.

Twitter-Follower wissen übrigens, dass ich in den letzten Tagen mir aus FF3, ScribeFire (übrigens auch ein schwer beeindruckendes Blogtool!), Shareaholic und Twitterfox meinen eigenen Flock 2.0 alpha gebaut hatte - funktional fast, aber eben doch nicht ganz das selbe.

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