Archiv für Juli 2008

Jul 31 2008

10 Gebote

Abgelegt von Konstantin Klein um 23:39 unter Net Life

“10 Gebote” kennt der Mensch des 21. Jahrhunderts ja vor allem von eBay-Angebotsseiten. Aber ab und zu wirds doch biblisch - wenn Nick O’Neill die 10 Gebote des Sozialen Netzes verkündet.

Und schon greife ich möglichen Ergebnissen der Publikumsfrage voraus und poste hier, was auch drüben gut untergebracht wäre. Egal, hier die Kurzform:

  1. Thou shalt enable sharing with everyone
  2. Thou shalt support all forms of media
  3. Thou shalt provide provide users with a face
  4. Thou shalt provide granular privacy settings
  5. Thou shall not overload users with email notifications
  6. Thou shalt provide a central request repository
  7. Thou shalt provide a central activity feed
  8. Thou shalt be absolutely transparent with users
  9. Thou shalt be a conduit for data, not the sole owner of data
  10. Thou shalt provide an API for others to access

Kommt doch gleich viel besser, so im Charlton-Heston-Englisch, näch?

Aber ernsthaft: Wenn der Mensch diese 10 Gebote eher als Checkliste denn als in Stein gemeißeltes Getöse auffasst, lassen sich die Guten unter den Sozialnetzen leichter von den Bösen unterscheiden.

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Jul 31 2008

Die Publikumsfrage

Abgelegt von Konstantin Klein um 23:21 unter Inside the Beast, Net Life

Interessant wird es jetzt schon allein deshalb, weil mir gar nicht klar ist, wer unter den fünf regelmäßigen Lesern schon im Urlaub ist und eine Publikumsfrage weder wahrnimmt noch gar beantwortet. Aber egal. Machen wir’s kurz, bitte anschnallen und das Rauchen einstellen, here we go:

Seit einigen Monaten findet unter der Überschrift bluelectric.org Parallelbloggen statt - hier auf die konventionelle Art, dort schnell, roh, collagenhaft, Eigeninput nahe Null, das Netz als Montage. Eigentlich viel reizvoller für einen, der mit Unterbrechungen seit dem letzten Jahrtausend bloggt (zumindest, wenn man der damals vehement verfochtenen These glaubt, das Jahrtausend begönne erst mit dem 01.01.2001 - aber das ist nun wirklich Schnee vom Januar 2001!). Offenbar aber erheblich reizloser für Leser - die Einschaltquoten bewegen sich nahe dem nicht messbaren Bereich, während hier der übliche Leserfluss vorbeikommt, (fast) egal ob sich was tut oder nicht. Wahrscheinlich alles enttäuschte Fehl-Googler. Egal.

Was mich wirklich beschäftigt, ist die Zersplitterung nicht nur der Diskussion im Netz (dank Friendfeed, Disqus und welchen Diensten, die sonst noch so um Nutzer betteln), sondern auch der eigenen “Marke”. Tumblelogs sind was anderes als Weblogs, auch wenn sie unter der gleichen Second Level Domain segeln. Und die dahinterstehende Leistung ist eher die eines Jägers und Gammlers Sammlers als die des klassischen Autoren - der ja hier, an dieser Stelle sein Wesen umtreibt.

Und was tut das Schicksal? Es schickt uns WordPress (habe ja nicht gesagt, dass es ein gnädiges Schicksal ist), wahrscheinlich bald auch andere Blog-CMSe, mit eingebauter nachgebauter Tumblr-Funktion. Und die Versuchung ist groß, Autorenschaft und Collagentum wieder auf einer Seite zu vermischen.

Womit wir wieder im Jahr 2006 (ungefähr) angekommen wären, als ich schon mal Kürzestpostings mit langen Riemen auf einer Seite vermischte.

Nee, noch halte ich die Trennung aufrecht. Aber die Meinung der nicht im Urlaub befindlichen Stammleser und auch des einen oder anderen enttäuschten Googlers zu diesem Thema interessiertetete mich schon.

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Jul 26 2008

Frage mich ernsthaft…

Abgelegt von Konstantin Klein um 09:45 unter Inside the Beast

…welchem Eintrag auf diesen goldenen Seiten ich die ganzen Google-Anzeigen zu Darmpilzen, Darmerkrankungen und Darmspülungen zu verdanken habe.

Und ja, ich weiß, dass die Anzeigen auf diese Art ganz bestimmt nicht weg gehen.

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Jul 25 2008

Meanwhile, back home…

Abgelegt von Konstantin Klein um 00:38 unter Politics R Us, Reality Check

Komme ich also nach fünf Tagen im Ausland Rheinland nach Hause (nein, keine saftigen Verschwörungsgeschichten von der Mehdorn Armee Fraktion Allstar Band heute!) und sehe, dass seit heute mittag an die 300 Geschichten im Guglrieder aufgelaufen sind. Und ungefähr 297 davon beschäftigen sich mit einem US-Provinzpolitiker, der was werden will, oder mit einem Gesundheitsberater, der (zumindest bei der ARD) nichts mehr werden wird.

Zu 1. - Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, aber Barack Obama ist noch nicht gewählt (jedenfalls nicht zum Präsidenten der US of A), und seine Wahl ist durchaus noch nicht sicher. Es hat schon mal einer gegen einen Toten verloren (der Republikaner John Ashcroft bei der Abgeordnetenhauswahl 2000 gegen einen Demokraten, der im Wahlkampf mit dem Flugzeug abgestürzt war - Ashcroft wurde dann zum Trost Justizminister im Hause Bush); da ist es auch möglich, dass ein junger Charismatiker gegen einen alten Sack verliert.

Zu 2. - Ja und?

Aber vielleicht unterschätze ich sowohl meine Wahl-Landsleute wie auch das Gewicht des nächsten ARD-Schleichwerbeskandals. Obwohl ich das um diese Uhrzeit so gar nicht glauben mag.

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Jul 23 2008

Twitterjagd

Abgelegt von Konstantin Klein um 18:00 unter Net Life, On the Road

Eine Versuchsanordnung. Benötigt werden:

  1. ein GPS-fähiges Handy (das Eifon soll das auch können, habe ich mir sagen lassen)
  2. zuviel Zeit

Ersteres habe ich seit einigen Monaten, zweiteres hatte ich an diesem Nachmittag, weil von mir zu haltende Schulungen wg. mangelnder Beteiligung abgesagt wurden.

Twitterjagd - der Tweet

Twitterjagd - der Tweet

Erster Schritt: ein Tweet. Beim Sitzen im Ufercafé einfach mal die GPS-Koordinaten rausgepustet und eine Einladung dazu abgesondert. Eine Stunde würde ich es wohl aushalten in der Hitze am Ufer, und etwas anderes hatte ich ohnehin nicht zu tun.

Die erste Reaktion nach einigen Minuten:

crummel @bluelectric Ich habe mal auf gmap nachgeschaut, wo das ist, will aber kein Spielverderber sein und es verraten - leider zu weit weg.

Die zweite kurz darauf:

gekow @bluelectric Schade, dass schaff ich nicht, ausserdem wär ich dran. :)

Zeit zum Nachdenken, warum das mit Spontanideen so eine Sache ist.

  1. Bonn ist 1. nicht Weimar und 2. auch so an einem Mittwochnachmittag nicht Zentrum of the Twitterverse
  2. Anständige Menschen arbeiten um diese Zeit.
  3. Und nicht alle können sich nichts schöneres vorstellen, als von Autor dieses einen ausgegeben zu bekommen.

Stand der Dinge um 1700:

Ein Bier, ein Eis

Ein Bier, ein Eis

Über diese Zusammenstellung, über Geschmack im Allgemeinen streite ich mich doch nicht mit Ihnen. Relevant sind ohnehin die beiden leeren Stühle im Hintergrund. Auf die erste Twitterjagd der mir bekannten Internetgeschichte gab es nur zwei (bedauernde) Absagen, und die Zeche hielt sich in Grenzen. Bei Gelegenheit werde ich die Sache zu mehrversprechender Zeit und an einem mehrversprechenden Ort wiederholen.

Und auf zu neuen Abenteuern!

Ach ja, wer sich fragt, wo in des 3 Teufels Namen diese GPS-Location sein soll - hier:

Rheinterrasse, Bonn, Germany

Rheinterrasse, Bonn, Germany

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Jul 21 2008

Wer…

Abgelegt von Konstantin Klein um 16:55 unter Sad and Beautiful

…hat eigentlich Don A. um seine Meinung gefragt? (Kein Link, weil mir das schon öfter ein- und aufgefallen ist.) (Und auch kein Link, weil - und da wirds komisch - sich diese Frage nicht nur in Bezug auf Don A. stellt, sondern eigentlich immer, wenn einer die Klappe aufmacht, ohne gefragt worden zu sein.) (Also bei so gut wie jedem Blogeintrag.) (Aber auch bei jedem Zeitungsartikel.) (Oder Radio-/TV-Beitrag.)

Wahrscheinlich wäre allgemeines Klappehalten gelegentlich eine bedenkenswerte Option.

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Jul 20 2008

SParGEL!

Abgelegt von Konstantin Klein um 23:12 unter Reality Check

OK, wir Betablogger sind Dir bzw. Deinen Autoren Brauck, Hornig und Hülsen also nicht politisch genug, nicht relevant genug.

Merkelsteinibecksteinbushobama. Und McCain. Westerwelletrittin. Wahlkampfwahlkampfwahlkampf. Permanent campaigning, wohin man guckt. So.

Politischer und relevanter geht jetzt, am Sonntagabend, kurz vor dem Kommissar auf 3sat, nicht. Und jetzt pass auf, SParGEL.

Du wirst es nicht glauben, aber es ist nicht unser (zumindest nicht mein) Ziel, mit Blogging reich und berühmt zu werden. Echt nicht. Und ich bilde mir auch - im Gegensatz zu dem einen oder anderen - nicht ein, dass Blogger den Journalismus neu erfinden, die besseren Journalisten sind, allein dadurch, dass sie Blogger sind.

Nicht im Schlaf. Unter anderem, weil ich selbst ausgebildeter Journalist in Festanstellung bin und weiß, wieviel Arbeit, wieviel Infrastruktur und wieviel Geld in gutem Journalismus steckt - auch in gutem Meinungsjournalismus. Übrigens, SParGEL - die von Dir als Beispiel genannte Huffington Post ist Old Media im Blog-Gewand. Und dass Du den Drudge Report (linkt euch doch selbst!™) als Beispiel für erfolgreiches Polit-Blogging bringst - uärks!

Ach SParGEL. Erklär ruhig weiter den Lesern Deiner Totholz-Ausgabe das Leben im Netz. Ist doch völlig egal, obs stimmt, nicht, SParGEL?

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Jul 20 2008

Mehdorn!!!

Abgelegt von Konstantin Klein um 21:45 unter On the Road

Nee, is alles OK heute. Zug war pünktlich, kein Mitverschwörerarbeiter war (über das übliche Maß hinaus) uninformiert, bisschen voll vielleicht das Ganze, aber alles in allem: OK.

Es wird Ihnen doch nix passiert sein?

Und für die, die jetzt etwas anderes erwartet hatten: Nicht die Hoffnung aufgeben - am Donnerstag fahre ich wieder ICE.

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Jul 20 2008

Dialektik

Abgelegt von Konstantin Klein um 03:20 unter Politics R Us, Reality Check

Die Linke/SED

Materialistische Dialektik

Gerade eben auf dieser Seite gesehen: eine wunderhübsche, fast schon anrührende Kombi zweier Google-Anzeigen, die außer der Plazierung auf dieser Seite nicht viel gemeinsam haben dürften. Schöner wäre nur noch, wenn Google die beiden Anzeigen gegeneinander vertauscht hätte und die Linke somit rechts gestanden hätte. Aber man kann nicht alles haben.

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Jul 19 2008

Strange Magic

Abgelegt von Konstantin Klein um 17:57 unter Reality Check

Ist ziemlich ruhig hier im Augenblick. Real Life™, speziell Real Berufslife hat mich kurz vor dem Urlaub fest im Griff, mit mehrtägigen Dienstreisen, Schichtdiensten etc. (Schichtdienst bis heute nacht, Dienstreise ab morgen nachmittag, nur so als Beispiel).

Und doch geht der Autor dieses mit einer ausgesprochen zufriedenen Laune in die nächste Woche. Denn nach über drei Jahren Projektarbeit, einer endlosen Reihe von Sitzungen, Prüfungen, Abnahmen, Schulungen, nochmal Sitzungen, Support-Schichten, nochmal Schulungen etc. durfte der Autor dieses in der vergangenen Woche mal selbst - in zwei Tagschichten und einer Nachtschicht - ausprobieren, wie es sich mit den neuen Redaktionssystemen arbeitet, die er in den vergangenen Jahren mit entworfen und eingeführt hat.

In einem Wort: gut.

Und das betrifft nicht nur den Autor dieses, der den ganzen Technikkram natürlich kennt. Auch die Kolleginnen und Kollegen links und rechts scheinen mit Text-, Grafik- und Videosystem routiniert umzugehen und die Vorteile zu schätzen.

Haben sich also doch gelohnt, die mehr als drei Jahre. Strange Magic.

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