Archiv für September 2008

Sep 26 2008

Ping

Abgelegt von Konstantin Klein um 09:35 unter Inside the Beast, Net Life, On the Road

Also. Seit vier Wochen von der gewohnten Bildfläche verschwunden. Noch zwei weitere Wochen bis zum Comeback. Die Kur schlägt an, das zeitweise veränderte Sein hat gute Chancen, das Bewußtsein auf Dauer zu ändern.

Seit vier Wochen sieht auch das Netz anders aus: entweder wie im Internet Explorer 6 für vier Euro die Stunde (schon zwei Argumente dagegen!) oder wie es eben aussieht, wenn man es durch Opera Mini (Nokia) oder iPhone Safari betrachtet. Also klein und nur mittelbar world wide.

Aber das ist gar nicht der Grund für mein weniger ver-netz-tes Leben am Ufer des angeblich Großen Segeberger Sees, für das (vermutlich) vorübergehende Desinteresse an Friend- und anderen Feeds, für das (vermutlich) vorübergehend gebremste Twitter-Geschehen.

Ist nur einfach so: Wenn ich mich für ein Achteljahr von der wirklichen Bühne verabschiede und den Kontakt zu meiner Welt auf gelegentliche Telefonate und Mails beschränke, um den Erfolg der Kur nicht zu gefährden, dann zeigt sich der selbe Effekt früher oder später auch online, Kommunikation in dringenden Fällen (Abrechnungsfehler, Bankenkrise, Liebe etc., wenn auch nicht in dieser Reihenfolge) ausgenommen.

Oder anders: I’ll be back. Hasta la vista, baby.

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Sep 21 2008

Ei, Ei. Die ersten Tage.

Was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern? Jetzt gehöre ich also auch zu den Besitzern eines Jesus Phones, bin reingefallen auf den lifestyle-Sog der lifestyle-Firma, die auch meinen Schreibtisch und meine Gehörgänge dominiert. Und wer ist schuld daran - mal abgesehen von meiner Schwäche für gut entworfenes Technikspielzeug?

Ausgerechnet mein bisheriger Provider, der sich nicht dazu durchringen kann, das mobile Internet als zukunftsträchtig anzusehen, und deshalb UMTS nur in Ballungsgebieten, HDSPA vorerst aber gar nicht anbietet. Das mag für die angepeilte Zielgruppe ja richtig sein; für einen, der durchschnittlich telefoniert, sich aber auf (den gar nicht so seltenen) Reisen nicht jedesmal auf die Hotschpott-Suche machen will, ist das enttäuschend.

Und so bin ich nun doch beim Bösen Provider™ gelandet. Der Tarif entspricht komischerweise dem bisherigen Billigtarif plus den Optionen, die ich mir auch dort schon gewünscht hätte, und ich habe ein iPhone.

Hier die Erfahrungen der ersten Tage, die ich nur deshalb aufschreibe, weil sie sich ein wenig von dem unterscheiden, was ich bei anderen lese:

  • Die Batterie macht tatsächlich relativ schnell schlapp, allerdings nur dann, wenn ich stundenlang mit dem iPhone herumspiele. Das ist anfangs nun mal so; später, wenn die permanente WLAN-Suche und die GPS-Funktionen erst einmal abgeschaltet sind und das verspielte Surfen einer normalen Nutzung gewichen ist, hält die Batterie auch nach längeren Telefonaten, und bei aktivierter UMTS-Nutzung, bis in die Nacht durch, bevor sie an das Ladegerät muss. Liegt wahrscheinlich daran, dass Telefonieren (Bildschirmbeleuchtung aus, Datendienst auf GPRS heruntergefahren, beides offenbar automatisch) längst nicht soviel Strom verbraucht wie die Surferei.
  • Safari stürzt eindeutig zu oft ab. Punkt.
  • Die eingebaute Kamera ist nur für schnelle Dokumentation brauchbar. Für etwas schönere Bilder (s.u.) werde ich mein Nokia behalten und mit einer Multi-SIM ausstatten, so dass ich es weiter nutzen kann.
  • Bisher gibt es (zumindest ohne Jailbreak) keine Möglichkeit, das iPhone als Funkmodem für Notebooks zu verwenden. Auch dafür werde ich mein Nokia behalten und zumindest auf Reisen mitnehmen.
  • Die Tonqualität finde ich - im Gegensatz zu anderen iPhonisten - gar nicht schlecht. Offensichtlich war ich da bisher nicht verwöhnt.
  • Verbindungsabbrüche? Nö.
  • Die Bedien-Oberfläche und der Bedienkomfort - wow. Da kommt Nokias Symbian nicht mit. ’nuff said.

Tscha. Und so mogelt sich der Böse Provider™, der gleichzeitig Exklusivpartner von Apple und der Provider mit dem bestausgebauten (alles ist relativ!) Netz ist, doch wieder in meine Tasche. Sue me.

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Sep 20 2008

Ruhe

Abgelegt von Konstantin Klein um 09:56 unter Inside the Beast

Stadtpark am Morgen

Stadtpark am Morgen

Schon erstaunlich, wie schöne, wahlweise kitschige Bilder so eine Handyknipse machen kann. Und erstaunlich, dass sich selbst ein Lebenshektiker nach ein paar Wochen auf die Ruhe einlassen kann.

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Sep 17 2008

Halbzeit-Playlist

Abgelegt von Konstantin Klein um 20:36 unter Inside the Beast

Drei Wochen Kur (oder, wie es offiziell heißt: Heilbehandlung) hinter mir, drei weitere vor mir. Bilanz soweit ganz positiv, aber an dieser Stelle von wenig Interesse. Die zahlreichen freien Stunden dagegen bieten mir Gelegenheit, wild, planlos und genussvoll zu lesen. Bisher gelesen:

  • Hans Magnus Enzensberger: Hammerstein oder Der Eigensinn
  • Wilfried Stroh: Latein ist tot, es lebe Latein!
  • Eric-Emmanuel Schmitt: Adolf H. Zwei Leben
  • Renate Schmidt: Therese Giehse - Na, dann wollen wir den Herrschaften mal was bieten
  • Håkan Nesser: Die Fliege und die Ewigkeit
  • Thomas Mann: Buddenbrooks
  • Janwillem van de Wetering: Reine Leere

Auf dem Nachttisch liegen noch ungelesen:

  • Curzio Malaparte: Kaputt
  • Haruki Murakami: Sputnik Sweetheart
  • Haruki Murakami: Blinde Weide, schlafende Frau
  • Lukas Hammerstein: Video
  • und Franz Werfel: Die vierzig Tage des Musa Dagh

Womit auch die nächsten drei Wochen gesichert wären.

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