• Net Life, Tech Nation

    Veröffentlicht am
    5. November 2008

    Von Konstantin Klein

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    Hinweis: Dies ist der dritte Teil einer kurzen Reihe über meine Versuche, mein berufliches und auch sonst Leben besser zu strukturieren. Die hier vorgestellten Produkte und Dienste sind vielleicht nicht die besten von allen; ich komme aber am besten damit zurecht.

    Heute können wir es kurz machen:

    sind die beiden Stichwörter, die mir zum Thema “Dateien und Notizen teilen” einfallen. Was das mit GTD zu tun hat? Zu meiner Arbeitsweise gehört es, Dateien mal hier, mal dort zu brauchen - Dateien, die in der Größe gerne mal über die üblichen Limits für Mailboxen (10 oder 20 MB ist normal, fürchte ich) hinausgehen. Und USB-Sticks stecke ich eher ungern in fremde Rechner.

    WebDAV also. Mit WebDAV ist es möglich, entfernte Laufwerke vorübergehend in das Dateisystem des eigenen Rechners einzubinden, egal, ob es eine Windows-Kiste, eine Linux-Büchse oder ein Mac ist. Zusätzlich lassen sich WebDAV-Ordner - je nach dem Angebot des Providers - auch per Browser öffnen, mit Passwort schützen, nur zeitweise freigeben etc.

    Zu den WebDAV-Anbietern in diesem unseren Lande gehört beispielsweise GMX. Dort heißt die Sache zwar Media Center, und auch die WebDAV-Fähigkeit des Angebotes wird nicht gerade ganz groß herausgestellt. Es funktioniert trotzdem.

    Mein WebDAV-Provider of choice ist, ahem, MobileMe, der Webdienst der Firma Apple. Dort habe ich ohnehin die Mail-Accounts der Familie versammelt, und dort führe ich auch, wie schon angedeutet, meinen Terminkalender - warum also nicht auch Dateien dort speichern und ggf. teilen? Außerdem sorgt MobileMe für mehr Ruhe in meinem Leben - die dort so genannte iDisk ist eher gemächlich…

    Und damit kommen wir zum eigentlichen Star des heutigen Morgens: Ladies and Gentlemen, would you please give a warm welcome to… Evernote!

    Evernote auf dem Mac

    Evernote auf dem Mac

    Evernote ist ein Dienst, der Notizen im Netz speichert und auf vielen, wenn auch nicht allen möglichen Plattformen bereithält.

    Das klingt nun ungefähr so spannend wie die Produktbeschreibung für Post-Its. Aber erstens sind Post-Its in ihrer Einfachkeit ebenso nützlich wie genial, und zweitens ist Evernote doch noch ein wenig spannnender.

    An die Notizen lassen sich Dateien anhängen - wobei die Auswahl (bisher?) auf Mediendateien beschränkt ist, zu denen aber auch die zunehmend populären PDFs gehört (siehe meine Evernote-Sammlung). Sie lassen sich taggen, mit weiteren Metadaten versehen, veröffentlichen oder eben auch nicht, sie lassen sich mit Mail verschicken und automatisch aus einem überwachten Verzeichnis des eigenen Rechners erstellen, sie werden ständig auf dem Evernote-Server synchronisiert, und sie lassen sich mit einem Mac-Client ebenso erstellen und öffnen wie mit einem für das iPhone und einem für Windows. Nur Linux-Nutzer sind auf den Webclient angewiesen, den ich - ich gebe es zu - nicht sonderlich ausführlich angeguckt habe, weil ich von den OSX-, iPhone- und Windows-Anwendungen so begeistert bin.

    Evernote unter Windows

    Evernote unter Windows

    Also wieder ein proprietärer Dienst? Ja, wieder ein proprietärer Dienst, von dessen Entwicklung in den letzten Monaten ich so beeindruckt bin, dass ich ihn jetzt für wirklich alles Mögliche nutze. Durch die enge Integration mit dem Betriebssystem nutze ich es jetzt sogar für Screenshots (die ich für das Lieblingsprojekt eines jeden ITlers, Schulungsunterlagen nämlich, ständig erstellen muss!) und bin damit wesentlich besser bedient als mit der Print Screen-Funktion von Windows.

    Tscha. Ehrlich gesagt: Echte Nachteile von Evernote gibt es vielleicht; einer davon mag sogar das sein, was von der Firma selbst als großes Plus angeboten wird: Bilder werden auf Text hin gescannt, damit man sie über die Textsuche auch wiederfinden kann. Das heißt also: Der Inhalt eines fotografierten Dokumentes ist Evernote bekannt. Aber spätestens, wenn ich wegen des monatlichen Dateinaufkommens (40 MB Upload im Monat sind gratis!) zum Pro-Account upgraden muss, bin ich zahlender Kunde von Evernote und nicht mehr wehrloser Datenopferer.

    Das eigentlich spannende Merkmal von Evernote hebe ich mir aber für morgen auf, wenn es heisst: GTD - die Klassiker einer relativ neuen Art von Tools.

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    Dieser Eintrag wurde am 5. November 2008 um 08:15 veröffentlicht und unter Net Life, Tech Nation abgelegt. Sie können der Diskussion unter RSS 2.0 folgen. Sie können kommentieren, oder einen Trackback von Ihrer Seite schicken.
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