Multitasking: Latte Macchiato brauen, “Der Kommissar” gucken und über Lifestreams bloggen. Genauer: über meinen. Das können normalerweise nur Frauen. Ich teile mir meine Aufmerksamkeitsspanne dagegen gerne mit dem Kater. Der hat auch keine nennenswerte.
Zunächst: Wer braucht überhaupt Lifestreams?
Niemand. Genausowenig, wie jemand ein Weblog braucht, oder einen Facebook-Account, oder einen bei Twitter. Kommissar Keller hat seine Fälle auch ohne diesen neumodischen Kram gelöst.
Nun bin ich nicht Kommissar Keller, und spätestens seit meiner GTD-Erforschung der letzten Woche komme ich zunehmend zu der Ansicht, dass auch Twitter-Accounts zu was nütze sind; Weblogs sind es sowieso, und Lifestreams sind es - für eine digital zersplitterte Existenz wie mich - auch.
Gehostete Lösungen wie lifestream.fm, aber auch der Feed der eigenen Aktivitäten bei Friendfeed sind da für einen Bastler wie yours truly nur die zweitbeste Lösung. Ist eben gehostet, nicht unter der eigenen Kontrolle, bla bla.
(Zwischenbemerkung: Das ist Twitter auch nicht, aber meine eigene laconi.ca-Installation darf noch etwas warten.)
Mit Sweetcron habe ich das Problem jetzt behoben: unter lifestream.bluelectric.org sammelt jetzt eine Art von Metablog-Engine (Meta-Blogengine? Metablogengine? Metablo-gengine Egal…) alle 15 Minuten meine Netzaktivitäten oder den lack thereof ein und stellt ihn auf einer Seite dar. Das ganze geschieht noch sehr einfach gestylt, aber das Verpassen eines eigenen Layouts ist bei einem derart simpel gestrickten Layout nur eine Frage der Aufmerk… Wo war ich stehengeblieben?
Sweetcron braucht PHP5 und MySQL4. Gibts noch nicht bei allen Massenhostern, ist aber auch kein komplett exotisches Setup mehr. Als nächstes braucht Sweetcron die URLs der diversen Netzaccounts, also Weblog, Twitter, delicious etc. Bei vielen Diensten reicht sogar schon die Angabe des Haupt-URL, und Sweetcron liest sich den RSS-Feed von selbst aus.
Den Download-Link für Sweetcron gibt es nur gegen Angabe einer gültigen Mailadresse; die Installationsanleitungen sind etwas knapp gefasst, aber schließlich geht dann doch alles glatt.
Und schließlich muss Sweetcron in regelmäßigen Abständen angeschubst werden, sich im Netz nach Neuigkeiten auf den eingegebenen Accounts umzusehen. Das geschieht entweder per “Pseudo-Cron”, d.h. Sweetcron lässt sich von einem Besucher, aber höchstens einmal pro halbe Stunde, zur Arbeit antreiben, oder per “True Cron”, also durch einen Cronjob, einen vom Server selbstständig in bestimmten Abständen ausgeführten Befehl. Mein Server bietet mir sowas an (auch wenn die Hilfe gleich null und die bereitgestellte Maschine zum Erstellen von Crontabs etwas zickig ist - mache ich es eben künftig mit der Hand); wer nicht so glücklich ist, kann sich seine Cronjobs bei einem Dienst wie Webcron kaufen.
Man kann es natürlich auch lassen und lieber dem Kommissar beim Mörderfangen zugucken.


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Cronjobs kann man kostenlos auch bei cronjob.de machen lassen. Ist praktisch und wirklich kostenlos!
Und ich hab hier mal was ähnliches wie Sweetcron auf die Beine gestellt. Mit Textpattern und einem Plugin. Deine Sandbox-Version von Sweetcron hat rein optisch gesehen aber auch was
Außerdem braucht mein Lifestream noch eine anständige Adresse.
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Das mit der anständigen Adresse wird sich doch schaffen lassen.
Das von Dir verwendete Theme bietet Sweetcron übrigens auch. Muss ich mal ausprobieren (ich glaube, da fehlen bei Sweetcron noch ein paar Hintergründe).
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Jo, die Optik bei mir ist ja von jenem Sweetcron-Theme stark inspiriert