Tweet. Punkt.

21. November 2008 - 4 Kommentare

Der Mensch kann auch ohne Twitter leben. Der Mensch kann auch ohne spezielle Twitter-Clients twittern. Und natürlich kann der Mensch auch ohne iPhone telefonieren, twittern und vor allem leben, sogar ganz prima.

Wenn besagter Mensch aber ein iPhone und einen Twitter-Account hat und dann sieht, dass er für nur drei Euronen (minus einem Alibicent) eine schicke Twitter-Anwendung fürs iPhone kriegen kann, wenn ebenderselbe Mensch Twitterrific auf dem iPhone etwas unübersichtlich findet, und vor allem wenn dieser Mensch sich anlässlich einer Geschäftsreise abends im Hotelzimmer langweilt (das draußen tobende Bonner Nachtleben aber auch nicht wirklich spannend findet)…

…dann schlägt der Mensch eben zu und lädt sich Tweetsville aufs Edelhenndie. Begeisterte Kritiken im ITMS und daneben, eine klare Oberfläche in den Screenshots – was kann der Mensch da noch falsch machen?

Nichts mehr – denn er hat schon alles falsch gemacht. Tweetsville stürzt noch vor dem Laden der ersten Tweets gnadenlos ab. Ein wenig Recherche im Internetz (hätte man auch vorher, klar, ja doch) bringt Klarheit: Tweetsville funktioniert für alle, die ihr iPhone in den USA bzw. mit den entsprechenden Ländereinstellungen betreiben. Für alle anderen: nicht.

Es folgt der Update. Es folgen ein paar Stunden, während denen Tweetsville funktioniert. Es folgt ein tiefer, beruhigter Schlaf, diesmal in einem Kölner Hotelzimmer. Und es folgen wieder Abstürze. Und schließlich folgt: PLONK.

OK, Leute, drei Öre sind nur drei Öre. Ich habe in meinem Leben schon erheblich größere Summen zum Fenster hinausgeworfen. Aber für ein Progrämmchen, das gerade mal durch die einfachste aller möglichen Qualitätssicherungen (”Geht’s?” – “Jau.”) durchkam, sind selbst drei Öre genau drei Öre zuviel.

Nennt mich Kleingeist, aber mich ärgert sowas.

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