Archiv für die Rubrik 'Net Life'

Jun 23 2008

Nicht kaputt

Strandbad CaputhAbt. Weil es geht™. Dieses Foto aus dem Strandbad Schwielowsee (See im Mittelgrund, Strandbad rechts neben dem rechten Bildrand) im brandenburgischen Caputh hat noch vor dem Hochladen zu flickr - wie jeder, der jetzt draufklickt (Halt! Hierbleiben!), feststellen kann - via Handy-GPS, Fireeagle und ZoneTag die Koordinaten des Aufnahmeortes mit auf den Weg bekommen. Und damit ist es der Welt möglich, nicht nur den Aufnahmezeitpunkt, sondern auch den Aufnahmeort aus den Metadaten des Bildes herauszulesen.

Und warum sollte man sowas machen?

Weil es geht™.

Ernsthaft: Es ist tatsächlich interessant und bestaunenswert, wie grundverschiedene Technologien und Einsatzzwecke (kann ich mich im Strandbad wirklich so leicht verlaufen, dass ich ein GPS-Handy brauche?) miteinander zum Spielen gebracht werden. Eine zweckreiche Anwendung dieses Mesh-up kann ich mir allerdings nur in Ausnahmesituationen vorstellen: Bei der Dokumentation von Situationen und Ereignissen, beispielsweise. Beim Abbilden eines Strandbades eher nicht.

Weitere Vorschläge, wozu man sowas brauchen kann?

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Jun 19 2008

Bundesjugendspiele

Abgelegt von Konstantin Klein um 00:47 unter Net Life


Es ist wie damals: Eine Urkunde, von der man nicht so ganz genau weiß, womit man sie verdient hat - trotz der vier Installationen, die man selbst auf vier Rechnern angestoßen hat. Anders als damals ist die Gestaltung der Urkunde, und auch daran, dass auf den BJS-Urkunden groß “VIELEN DANK!” gestanden hätte, kann ich mich nicht erinnern.

Am Download-Bohei habe ich mich also beteiligt; über die Servercrashes zu Beginn der 24 heures de Mozilla habe ich mich geärgert; die Kommentare der Switcher habe ich heute mit Interesse gelesen. Und sonst?

Ja, nix. Ich bin schon seit einigen Wochen FF3-User, und die letzten Betas waren es wert, release candidates genannt zu werden. Der letzte RC steckt jetzt auch unter der Haube des Flock-Browsers, mit dem ich dieses verfasse. An die awesome adress bar habe ich mich so schnell gewöhnt, dass mir das allgemeine Gemeckere bzw. Staunen heute schon fast seltsam vorkam. Und sonst - ein Browser eben. Ein sehr guter, wahrscheinlich derzeit der Beste (kann mich nicht wirklich dazu durchringen, Opera 9DOT5 zu testen!), aber irgendwie nur ein Browser - also die Plattform des cloud computing und social networking dieser Zeit.

Schöne Urkunde, das.

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Jun 17 2008

Feier-Igel

Abgelegt von Konstantin Klein um 16:47 unter Net Life, Reality Check

Einen der am weitesten am Ziel vorbeigehenden tags dieser Woche, wenn nicht des ganzen Vierteljahres liefert Yahoos geheimnisvoller fire eagle, ein Lokalisierungsdienst der anderen - und zur Abwechslung vielleicht auch mal nützlichen - Art.

Wer nämlich eine Beta-Einladung erhalten hat, bekommt nach dem Login den Satz “Share your location online!” schwarz auf orange entgegengehalten. Und was auf brightkite oder auch good ol’ plazes (Gruß nach Mitte!) zutrifft, nämlich die zweifelhafte Möglichkeit, anderen mehr oder weniger automatisiert mitzuteilen, wo man sich gerade aufhält, ist in meinen Augen eben nicht der Sinn und Zweck des Feierigels.

Gut, fire eagle sammelt von allen möglichen Diensten, auch den gerade angegebenen, Informationen darüber, wo sich der Kunde jeweils befindet. Aber entweder bin ich zu doof, es zu finden, oder der Dienst bietet wirklich keinen Aufenthaltsfeed an (den man ja auch nicht braucht, weil es erstens schon andere Dienste gibt und zweitens ich es mir schon oft vorgenommen habe, einen Herrn -ix oder y irgendwo zu konfrontieren - rein freundschaftlich, versteht sich - es dann aber doch nie geschafft habe).

Stattdessen bietet der Feierigel an, den aktuellen Aufenthaltsort des Benutzers einem anderen Dienst zur Verfügung zu stellen. Und schon erwische ich mich dabei, mitten in P’Berg auf der Straße die Wikipedia-Einträge zu Einrichtungen, Bauwerken und sonstigen Dingen in meiner unmittelbaren Umgebung zu lesen.

Und das finde ich neu, verspielt und ein bißchen genial.

Anmerkung: Liebe Datenschützer, die Gefahr, die von derartigen oder auch ganz anderen social services ausgeht, kann man ganz einfach umgehen, indem man sie nicht nutzt. Wird keiner gezwungen.

Powered by ScribeFire.

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Jun 17 2008

For the Record

Abgelegt von Konstantin Klein um 02:10 unter Inside the Beast, Net Life

Der Form nach gehört es gar nicht hierher, wohl aber dem Inhalt nach: Seit heute, dem Firefox-3-Download-Rekordversuch-Tag (hat um diese Uhrzeit weltweit offenbar noch nicht begonnen) ist in diesem Hause Flock wieder der Standardbrowser.

Warum?

Weil es geht™, weil er auch schon FF3 unter dem Pelz hat (wenn auch noch den letzten release candidate, und das in einer Flock-Beta), und weil ich immer noch so beeindruckt bin von dieser Combo aus Browser und zweinulligen Add-ons, dass ich gerne noch einmal Werbung für ihn mache.

Twitter-Follower wissen übrigens, dass ich in den letzten Tagen mir aus FF3, ScribeFire (übrigens auch ein schwer beeindruckendes Blogtool!), Shareaholic und Twitterfox meinen eigenen Flock 2.0 alpha gebaut hatte - funktional fast, aber eben doch nicht ganz das selbe.

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Jun 10 2008

Verweigerungshaltung

Abgelegt von Konstantin Klein um 08:27 unter Net Life

Und wenn das ZweiPphone sich noch sehr in die richtige Richtung (UMTS/3G, Preis) entwickelt (eine bessere Kamera hat mein N95 immer noch) - solange ich entweder Telekom-Kunde werden muss oder mit Jailbreaks herumexperimentieren, solange will ich auch kein ZweiPhone haben.

Bockig and proud of it.

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Jun 04 2008

Sieben kleine Blogposts

Abgelegt von Konstantin Klein um 07:56 unter Net Life

Zu schön, um es nur in einem Tumble-Post abzuhandeln: Wired nimmt uns allen die große Sorge, nichts fürs Weblog zu schreiben zu haben, und präsentiert uns die Theorie, dass es im Grunde nur sieben verschiedene Blogposts gibt, und das alles andere nur Variationen dieser sieben Grundideen sind:

  1. Rege Dich auf!
  2. Kauf was Neues (wenns geht, Überteuertes und Überflüssiges)!
  3. Tiere sind süß
  4. Menschen sind doof
  5. Das mag ich, nur anders
  6. Seltsame Wissenschaft
  7. Ich, der Blogger

Bloggen ist danach ganz einfach. Wähle eines der o.a. Themen und blogge darüber. Alles weitere, wie man ein erfolgreicher Blogger wird, unter der o.a. Adresse. Und wie erfolgreich das Rezept ist, verrät ein Blick auf den Autor:

Born helpless, nude and unable to provide for himself, Lore Sjöberg eventually overcame these handicaps to become a blogger, a logger and an otter.

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Mai 31 2008

Wenn Disclaimer Amok laufen

Abgelegt von Konstantin Klein um 09:58 unter Net Life

Kleine Sau, bei Bedarf durch Klein-Bloggersdorf zu treiben:

Blog-Kette.de (linkt Euch doch selbst!™) übernimmt, gegen Anmeldung oder, wie ich glaube, auch schon mal ohne Kenntnis des jeweiligen Betreibers, Inhalte aus anderen Weblogs und ordnet sie auf der eigenen Seite neu an. Zwar behauptet man:

Vor der Aufnahme wurde die Genehmigung der jeweiligen Boggern eingeholt.

…nur kann ich mir das im Falle des Freundes aus Neukölln gar nicht so recht vorstellen. Aber man kann sich ja irren.

Ein kommerzielles Interesse kann ich (noch) nicht erkennen, denn auf den Kettenseiten gibt es (noch) keine Werbung.

So weit, so Gehöft (Insterburg & Co.).

Was jedoch die Legitimität oder eben Illegitimität (oder sogar Illegalität) von “Deutschlands größtem Blog Projekt” - nur echt mit dem Deppen Leer Zeichen!™ - sofort ins Lächerliche umkippen lässt, ist, na was wohl: richtig, der Disclaimer:

Blog-Kette.de enthält keine eigenen Inhalte. Es werden lediglich Inhalte anderer Blogs importiert. Wir distanzieren uns ausdrücklich von diesen Inhalten & Bildern, da wir keinen Einfluss darauf haben! Sollten diese Inhalte oder Bilder gegen Rechte oder Gesetze verstoßen so ist nur der jeweilige Blogbetreiber haftbar.

Öhm.

Also, wenn Euch fremde Inhalte so unheimlich sind, liebe Leute von der Dingsbums-Agentur in Taufkirchen bei München, dass Ihr Euch davon sofort und ausschließlich distanzieren müsst…

…ja , dann sammelt sie doch einfach nicht und stellt sie auch nicht auf Eure doch irgendwie überflüssige Seite!

Update am Montag: Die Blogkette hatte tatsächlich gefragt, und Jörg K. hatte tatsächlich seine Zustimmung gegeben - unter anderem, weil die Kette tatsächlich ein nichtkommerzielles Unternehmen ist. I stand corrected. Was aber an der Qualität des Disclaimers nicht wirklich was ändert.

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Mai 29 2008

Bilanz einer experimentellen Woche

Abgelegt von Konstantin Klein um 01:12 unter Net Life, Reality Check

The next big thing ist nach wie vor zum Greifen nah, aber nicht zum Be-Greifen, und schon gar nicht zur ganz persönlichen Umsetzung: so fühle ich mich nach einer Woche Paradigmenwechsel in dieser Ecke des Netzes. Von einem Ausrutscher abgesehen, habe ich die letzten sieben Tage zur Micro-Woche ernannt und das auch durchgehalten; eine Woche lang fanden meine Web-Blurbs nur in der Kurzform statt, im Tumblr und in der ganz kurzen Form von 140 characters or less.

Hier meine Bilanz, die ganz persönliche:

Tumblelogging ist eine gänzlich andere Form des Web-Publishing, die ich außerordentlich reizvoll finde. Ich bleibe dabei:

Es klingt nur so, als habe [tumblelogging] etwas mit “tumb” zu tun, ist in Wahrheit aber Bloggen auf Speed, Weblog für die mit der kurzen Aufmerksamkeitsspanne. …
Dort fliegen die Netzfetzen. Weitgehend unbeobachtet, wie mir die Trackerzahlen verraten, aber spannender, weil schneller, roher, direkter.

Das ist die eine Sache. Die andere ist, dass tumblr.bluelectric.org, wie es sich schlussendlich betrieben hat, nie zur Konkurrenz oder gar zum Nachfolger eines “klassischen” Weblogs (eine Formulierung, wie sie auch nur einem Alten Zausel™ glatt über die schrumpeligen, sabbernden Lippen gehen kann!) wurde. Denn hier, auf dieser Seite, die Sie gerade ansehen, betreibe ich schon so etwas wie Einmann-Journalismus, mit ausformulierten Texten und manchmal sogar ausgereiften Gedanken. Drüben, im Tumblr, fand eher ein Remix des Webs statt, wie ich es in meinem Alltag zu Gesicht bekommen habe.

Im Grunde, auch wenn Christian Neukirchens Anarchaia als erstes Tumblelog gilt, ist die Tumblerei schon etwas älter - ein gewisser Schockwellenreiter macht seit mehr als acht Jahren nichts anderes, als Netzfetzen zu sammeln und als Collage wieder ins Netz zu stellen (längere Reportagen über Neukölln, Gartenbau oder Hundesport bestätigen als Ausnahmen nur die Regel!).

Und die Technik, die tumblr.com, soup.io & Co. anbieten, implementieren des Schockwellenreiters Arbeitsweise in einer leicht bedienbaren Oberfläche.

Die Kurzform, die ich auch schon als Web für die mit der kurzen Aufmerksamkeitsspanne verspottet habe, ist eben nicht the next big thing, sondern eher another thing, possibly big. Aussichtsreichste Kandidatin für diese Bezeichnung ist nach wie vor die Vernetzung des Netzes, das, was man schon nicht mehr als social web oder gar web 2.0 bezeichnen möchte, ohne sich hinterher den Mund mit Seife auswaschen zu wollen.

Weshalb ich diese beiden Schlussfolgerungen aus der Woche mitnehme:

  1. Tumblelogging ist zu reizvoll, um es bleibenzulassen; findet es eben künftig, wie schon knapp die letzten beiden Monate, neben der konventionellen Bloggerei statt. Es kann aber sein, dass durch diese Aufgabenteilung die Kurzform von diesen Seiten noch mehr verschwindet und die Langform zur Regel wird.
  2. Damit aber der interessierte Leser (doch, den gibt es irgendwo da draußen, ich weiß es!) nichts versäumt, hat er die Möglichkeit, über den Combo-Feed beide Seiten und noch etwas mehr zu verfolgen. Dieser Feed (den es schon länger gibt) wird seit ein paar Tagen von einer Yahoo-Pipe gespeist, die dieses und jenes aus dem Netz sammelt, filtert, neu sortiert und präsentiert. Und die gerade unter Twitters Schluckauf leidet und deshalb meine Tweets vorübergehend aus dem Tumblr holt. Und ich verliere allmählich den Überblick.
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Mai 29 2008

Picnik im U-Bahnhof

Abgelegt von Konstantin Klein um 00:44 unter Culture Vulture, Net Life

Night Service

Ich bin doch für jeden Quatsch zu haben. Seit einiger Zeit bietet flickr für jedes Foto die Option an, es online zu bearbeiten. Ein Klick auf den entsprechenden Link öffnet das Foto im sogenannten Picnik-Modus, und man kann zumindest die gröbsten Schweinereien herauskorrigieren - auch wenn sich das weitgehend auf der Rote-Augen-Ebene abspielt.

Und jetzt zu dem Quatsch, für den ich lt. ersten Satz zu haben bin: Für $24,95/Jahr gibt es auch eine Pro-Mitgliedschaft bei Picnik, und da findet das Spielkind in mir alle möglichen Filter und andere Manipulationsmöglichkeiten. Und es beginnt zu spielen, online, und speichert das Ergebnis direkt im Flickr-Account (andere - amerikanische - Bilderdienste wie Picasaweb werden ebenfalls unterstützt).

Zum Vergleich: Hier findet sich das Original - im Vergleich zum Spielergebnis oben doch ein wenig bläßlich, nichwa?

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Mai 22 2008

Micro-Woche

Abgelegt von Konstantin Klein um 08:24 unter Net Life, Reality Check

Auf tollkühne und menschenverachtende Versuche lässt man sich bei der ZEIT ein: “Unplugged: Eine Woche ohne Internet - ein Selbstversuch” heißt die, naja, Glosse. Dabei weiß unsereins doch aus eigener Erfahrung, dass es viel schwerer für das Netz ist, eine Woche ohne uns auszukommen, weshalb wir, aus der Verantwortung des Netzbürgers heraus etc. blabla…

Aber zu irgendetwas sind auch die Ideen von ZEIT-Glossenautoren gut, und deshalb versuche ich mal, nein, nicht eine Woche ohne Netz auszukommen; dass das geht, habe ich mir und der Welt schon wiederholt bewiesen. Nein, der Versuch bezieht sich auf die zuletzt rasend beliebten Microformate, also Twitter, Tumblr, Friend- und andere Microfeeds.

Konsumieren lassen sich diese Formate ja extrem leicht - kein Wunder bei der ständig sinkenden Aufmerksamkeitsspanne der Menschheit. Aber reichen Microformate auch dem Micropublisher?

Hier und hier werde ich es versuchen (die Feeds dazu finden sich hier und hier - verfolgen lässt sich die Sache aber auch hier). Und hier, also an der Stelle, an der Sie das lesen, wird sich bis zum Ende des Monats voraussichtlich nichts tun - natürlich streng im Dienste der Wahrheitsfindung.

Wir sehen uns also drüben, auf der anderen Seite des Micro Gap - oder im Juni!

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